Donnerstag, November 27, 2003

Kuendigungsschmutz.

Was wird mitunter gemacht, wenn man einen Mitarbeiter los werden will, der partout nicht gehen will? Man steckt ihm was in die Tasche und überführt ihn des Diebstahls. Bei leitenden Mitarbeitern funktioniert dies in der Regel nicht, denn es ist wenig glaubhaft, wenn ein Manager eine Kleinigkeit mitgehen läßt. Stattdessen prüft man seine Spesenabrechnung. Da es sich bei viel reisenden Mitarbeitern kaum vermeiden läßt, daß es Ausgaben gibt, die sich beim besten Willen nicht eindeutig privaten oder dienstlichen Zwecken zuordnen lassen, wird sich schon irgendwas Anstößiges finden. Z.B. wenn er seine Frau auf eine Geschäftsreise in die USA mitnimmt, auch wenn der amerikanische Geschäftspartner dies erwartet und es unpassend wäre, wenn der "Abend zu viert" ohne die Ehefrau des deutschen Managers stattfände.

Laut einer Meldung der Norddeutschen Neuesten Nachrichten von heute prüft nunmehr der Bundesrechnungshof die Spesenausgaben von Florian Gerster, dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit: "Üppige Spesen bringen Gerster in Erklärungsnot".