Donnerstag, November 27, 2003

Leaders Club Award 2003.

Frankfurt 27. November 2003 – Das "Archeon Gefsis" in Düsseldorf mit seiner antiken griechische Küche und das "Karma - Public Livingroom" in Freiburg mit seinem spektakulären Mix aus Restaurant, Lounge, Asia Garden und Club gingen als Sieger um den Leaders Club Award 2003 hervor. Mehrere hundert führende Gastronomen und Repräsentanten der Zulieferindustrie nahmen an der Award-Nacht am 21. November 2001 im "Road Stop" in Dortmund teil.

Bereits zum zweiten Mal vergab der Leaders Club diese Auszeichnung an innovative und neue Konzepte in der Szenegastronomie. Sechs deutsche und ein Schweizer Betrieb hatte die Fachjury für die Endausscheidung ausgewählt. Neben den beiden siegreichen Konzepten gehörten zu den Nominierten der "Sansibar Roof Garden" sowie das "EDMW" in Frankfurt/Main, das "Kula Karma" in Berlin, das "Café Solo" in Essen und das "Globus" in Zürich. Mit einem kurzen Videofilm wurde jede Location eingeführt, danach gehörte den Betreibern die Bühne für eine Präsentation ihrer Vision und Umsetzung. Die endgültige Wahl traf das Publikum per Stimmkarte und vergab den Award an das "Archeon Gefsis" für seine Interpretation und Inszenierung der antiken griechischen Küche nach historischen Rezepturen. Den Award in Form einer goldenen Palme nahm die Ideengeberin und Marketing/PR-Managerin Kornelia Molitor entgegen. Die zweite goldene Palme ging an Didi Broscheit und Frank Kaiser für ihr All In One-Konzept "Karma" in der Freiburger Innenstadt, das den Gästen ein „Public Livingroom“ zu jeder Tages- und Nachtzeit sein will, ein Ort, an dem man sich vom Frühstück bis zum Clubbing gerne aufhält.

Leaders Club Präsident Thomas Hirschberger zum Ergebnis: "Als Kollege gratuliere ich dem Team des 'Karma – Public Livingroom' zu ihrem Enthusiasmus und ihrer Professionalität, mit der sie in nur wenigen Monaten ein Projekt in dieser Größe zu diesem beeindruckenden Erfolg führen konnten. Genauso erfolgreich aber mit einem ganz anderen Ansatz arbeitet das 'Archeon Gefsis'. Hier haben die Macher ein Thema aufgegriffen, das hierzulande absolut neu und einzigartig am Markt ist. Es ist ihnen gelungen, die Ur-Formel von Gastronomie und Kultur, von Essen, Trinken und Geist perfekt in Szene zu setzen und die Gäste zu begeistern".

Die Vergabe des Awards zur Förderung von Innovation gehört zu den zentralen Programmen der seit 2001 existierenden Vereinigung aus derzeit siebzig führenden deutschen Unternehmern aus der Szene- und Systemgastronomie sowie ihrer Industriepartner. Thomas Hirschberger: "Aus Leaders Club Perspektive wirkt der Award in zwei Richtungen: Er ist Impulsgeber für die Branche und fördert zugleich das qualitative Unternehmertum auf Gastronomenseite. Für alle sieben Gastronomen, die sich bei der Preisverleihung qualifizieren, stellt bereits die Nominierung einen großen Erfolg für ihr noch junges Unternehmen dar". Möglicher interessanter Nebeneffekt der Nominierung: die Kontaktanbahnung zu potentiellen Partnern für die Vermarktung und Multiplikation des Konzeptes. Neben der Auszeichnung erhalten die Preisträger die Möglichkeit der Mitgliedschaft im Leaders Club Deutschland.

Um den Award können sich nur Betriebe bewerben, die nicht länger als ca. ein Jahr am Markt sind. Neben der Faszination der neuen Ideen zählen für die Jury bei der Beurteilung auch die professionelle Umsetzung mit gut organisierten Abläufen und geschultem Personal. Denn neben trendig sollen die ausgezeichneten Konzepte auch praktikabel und damit letztendlich sogar multiplikationsfähig sein.

Das Thema Gastro-Trends stand ebenfalls im Mittelpunkt des Vortrags von Keynote-Speaker Manuel da Motta Veiga, langjähriger Leiter des "Blue Elephant" in Paris und heute Marketingchef in dem innovativen Weinkonzept "Chai 33", einer von mehreren Betrieben des Pariser Szenegastronom und Ex-Leaders Club Präsident Thierry Bégué. Motta Veiga schilderte die Entwicklung der Gastronomie in Lissabon und nahm die Gäste mit auf eine Trendtour durch die portugiesische Hauptstadt. Ein weiterer Sprecher des Abends war Jacques Borel, der international bekannte Verfechter eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie, der von Anfang an vom Leaders Club Deutschland Unterstützung für seine Kampagne erhielt. Mit seiner spektakulären Show aus Artistik und Entertainment unterhielt Emir Corbo, der Deutsche Cocktailmeister im Freestyle die Gäste. Die Award-Nacht klang im nahe gelegenen Casino Hohensyburg aus.

Leaders Club Award 2003: Die Preisträger und die weiteren nominierten Konzepte

Preisträger Archeon Gefsis, Düsseldorf
Erlebnisgastronomie am Düsseldorfer Medienhafen (Kapazität: 120 Innen- und 60 Außenplätze, dazu 120 Plätze auf der Promenade). "Archeon Gefsis" heißt übersetzt "ursprünglicher Geschmack". Das junge Gastronomen-Team interpretiert Originalrezepte aus der Zeit vor Christi Geburt und setzt sie geschmackvoll um. Es gibt also keine Tomaten, Kartoffeln, Orangen, Reis, Zucker oder Kaffee, vielmehr werden die Speisen mit Nüssen, getrockneten und frischen Früchten, grob geriebener Gerste, Weizen, Kräuter, Olivenöl, Milchprodukten und Honig zubereitet. Gabeln sucht man im "Archeon Gefsis" vergeblich, hier werden die Gerichte nach antikem Vorbild mit Löffel und Messer verzehrt. Inhaber und Geschäftsführer ist Georg Wagner. Das Konzept des "Archeon Gefsis" wurde präsentiert von Kornelia Molitor.

Preisträger Karma – Public Livingroom, Freiburg:
All In One-Konzept mit Restaurant, Club, Café-Bar und Asia Garden. Mit hohem Anspruch an Service, Qualität, Atmosphäre und Küche. Das Angebot reicht von asiatischer Küche, Sushi bis zu regionalen Gerichten und Snacks. Die Idee der Macher: Die Gäste können sich tagsüber und/oder die ganze Nacht im "Public Livingroom" des Karma vergnügen. Rund 2.000 Gäste zählt das "Karma" an den Wochenenden (Kapazität: 250 Innen- und 250 Außenplätze, ohne Club). Betreiber ist die Bellini GmbH, in Freiburg bereits erfolgreich vertreten mit "Othello", "Cohibar" und "Buddha Bar". Das Konzept des "Karma–Public Livingroom" wurde präsentiert von Didi Broscheit.

Cafe Solo, Essen:
Die Weiterführung des Bistro-Konzeptes mit über den Tagesverlauf wechselnden Szenarien als Café, Bistro und Bar-Lounge (Kapazität: 100 Innen- und 150 Außenplätze). Die entsprechende Stimmung wird je nach Tageszeit durch die Musikauswahl und das sich durch den gesamten Raum ziehende Lichtband geschaffen. Im "Cafe Solo" wird Cross-Over-Küche geboten mit der Möglichkeit der individuellen Speisenzusammenstellung. Das Konzept des "Café Solo" wurde präsentiert von Alexander Brambrink.

EDMW, Frankfurt/Main:
Der Name EDMW ist bewusst angelehnt an den Kinofilm "eat drink man woman". Er drückt die Intention der Betreiber aus: Die Bar als Stätte zum Essen (asiatische Kleinigkeiten), für Drinks (Spezialität: Cocktails) sowie für Kommunikation und Begegnung. Das EDMW als Ort, wo die Gäste als die Protagonisten einen schönen Abend erleben und neue Menschen kennen lernen. Architektonisches Highlight: 17 laufende Meter Aquarium. Das Konzept des "EDMW" wurde präsentiert von Tim Plasse.

Globus Restaurant, Zürich:
Edel Food Court, wo sich auf 2.000 qm Verkaufsfläche alles um Essen, Trinken und die feine Tischkultur dreht. Die Eatery auf 250 qm Fläche besteht aus vier Counterservice-Modulen und 100 Sitzplätzen. Food-Themen: Nudeln und Curries, Sushi & Co., Mediterranes mit Tapas und Panini sowie die Wein-Bar. An Spitzentagen nutzen bis zu 1.500 Gäste das Bar- und Take Away-Angebot im "Globus" mit seiner gepflegten und dabei lockeren Atmosphäre. Das Konzept des "Globus" wurde präsentiert von Jürg Welti.

Kula Karma, Berlin:
All in One-Konzept in den restaurierten Rosenhöfen – eine Synthese aus Bar, Restaurant und Club auf zwei Etagen (600 qm Fläche) mit einer außergewöhnlichen Farbgestaltung und barocken Designermöbeln. Die Gäste sollen verzaubert werden, dazu gehört das Entertainment-Programm als Begleitung durch den Abend. Die Küche ist pan-asiatisch bis mediterran. Das Konzept des "Kula Karma" wurde präsentiert von Susanne Ladwig.

Sansibar, Frankfurt/Main:
Clubatmosphäre im Sommer unter freiem Himmel: "Sansibar Roofgarden" ist das Erfolgsmodell für saisonale Konzepte. Geöffnet von Mittwoch bis Samstag ausschließlich bei gutem Wetter kommt die Bar-Lounge auf nur vierzig Öffnungstage im Jahr. Seltenheitswert, das mediterran inspirierte Ambiente und die gute (Urlaubs)Stimmung durch optimale Wetterbedingungen sorgen für den Erfolg des Dachgartens über den Dächern der Bankenmetropole. Das Konzept des „Sansibar“ wurde präsentiert von Nikos Gatzias.

Der Leaders Club ist ein Zusammenschluss führender Gastronomen eines Landes unter Einbindung von Entscheidungsträgern der Industrie im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und Förderung von innovativen gastronomischen Entwicklungen und Ideen. Der Leaders Club versteht sich als Austausch- und Kommunikationsplattform mit starker europäischer Ausrichtung. Gegründet wurde er im März 2001, nach dem Vorbild des französischen Leaders Club.