Freitag, November 14, 2003

Marktplatz Hotel 2003.

(Berlin/Leipzig, 13. November 2003) Deutschlands Hotellerie sucht den Dialog mit Olympia 2012. Etwa 200 Vertreter von Hotelketten, Hotelkooperationen und Einzelhoteliers aus ganz Deutschland treffen sich erstmals in Leipzig zum Kongress "Marktplatz Hotel 2003". Im Mittelpunkt des Kongresses, der im Rahmen der Internationalen Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung – GÄSTE 2003 am 18. November 2003 veranstaltet wird, stehen Trends und Entwicklungen in der deutschen Hotellerie.

Neben zahlreichen Experten ist der Olympiabeauftragte der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, mit seinem Vortrag "Dabei sein ist nicht alles" zu Gast beim Hotelkongress (zumindest steht dies so in der Pressemitteilung des Deutschen Hotelverbandes; für Burkhard Jung wäre sein Dabeisein doch wohl alles. Siehe dazu einen Bericht "Burkhard Jung . der bittere Abgang", in: Leipziger Volkszeitung vom 7. November 2003). Er informiert die Vertreter von Einzel- wie Kettenhotellerie über die Erwartungen der Olympia-Bewerber an die Branche, aber auch die einmaligen Chancen. "Viele Hoteliers in Deutschland fragen sich, wie die Olympia-Bewerbung Deutschlands zum Aushängeschild des gesamten Deutschland-Tourismus werden kann, und möchten die Bewerbung nach Kräften unterstützen", erläutert Markus Luthe, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland. Der Kongress wird vom Hotelverband in Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe GmbH und dem DEHOGA Sachsen e.V. ausgerichtet. Ziel des Kongresses ist es, die Zusammenarbeit von Zuliefererunternehmen und Hotellerie sowie der Stadt Leipzig als Olympia-Bewerber zu fördern.

Wie der regionale Tourismus-Standort heute beurteilt wird und welche Perspektiven sich ihm mit und ohne Olympia 2012 in Deutschland bieten, zeichnet der Keynote-Speaker des Kongresses auf. Christian Böllhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der renommierten Baseler prognos AG, referiert aus der Sicht eines Zukunftsforschers und Wirtschaftsberaters unter dem provokanten Titel "Bach, Bastei und leere Betten?" über die Erfolgsvoraussetzungen vor allem der ostdeutschen Hotellerie im internationalen Wettbewerb.

"Der Erfolg eines Hoteliers hängt entscheidend davon ab, die Wünsche seiner Gäste zu kennen und diese Erwartungshaltung mit dem konkreten Hotelangebot zu toppen", so Markus Luthe weiter. Daher präsentiert das Meinungsforschungsinstitut TNS EMNID erstmalig in Leipzig das Ergebnis einer repräsentativen Gästebefragung, die unter dem Motto "Erwartungen von Hotelgästen 2003" zum Feinschliff der Deutschen Hotelklassifizierung beitragen wird. Befragt wurden bundesweit mehr als 2000 Gäste der Hotellerie zu Themen wie Zimmerausstattung, Freizeitangebot und Serviceaspekten. Besonders wertvoll für den einzelnen Hotelier, aber auch für die Hersteller von Investitionsgütern werden die gewonnenen Erkenntnisse im Zeitvergleich sein, denn eine parallele Studie führte TNS EMNID zur Fortentwicklung der Kriterien der Deutschen Hotelklassifizierung schon einmal im Jahr 1998 durch.

Vor allem für die Zulieferindustrie ist der Vortrag "Investitionsspiegel der Hotellerie im regionalen, nationalen und internationalen Vergleich" von Interesse. Dieser Kongressteil geht der Frage nach, welche Investitionen derzeit in der Hotellerie Priorität genießen und welche Entwicklungslinien erkennbar sind. Gastronomen und Hoteliers können sich zusätzlich unter dem Titel "Rating ist mehr als raten – Rating als Schlüsselgröße in Zeiten knapper Bankkredite" über alternative Finanzierungsmodelle informieren. Den Vortrag hält Hans J. Loges, Vorstandsvorsitzender der RS Rating Services AG, München. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotelverbandes).