Donnerstag, November 27, 2003

Verdienstchancen als Partner von Google AdSense.

In einer Besprechung des Anzeigen-Netzwerkes Google AdSense diskutiert Chris Beasley die Frage, wieviel man damit verdienen könne: How Much Can You Make?", in: Website Publisher vom 24. Juni 2003. Wieviel man damit verdienen könne, hänge von der thematischen Nische der Website ab. Bei stark umworbenen Themen würde Werbeeinblendungen bei Google AdWords, an denen die Teilnehmer von Google AdSense partizipieren, mehr als 1 US-Dollar per Klick kosten. In weniger umkämpften Themen sei der Preis niedriger. Für die Teilnehmer an AdSense ergäben sich daraus sehr unterschiedliche Erlöse von unter 1 US-Dollar, aber auch von mehr als 15 US-Dollar, im Mittel zwischen 4 bis 5 US-Dollar je Tausend Einblendungen.

Leider lassen sich Angaben über erzielbare Erlöse kaum (oder nur sehr konspirativ) überprüfen, denn den Teilnehmern an Google AdSense ist die Veröffentlichung von Statistiken untersagt. Die Erlöse dürften bei deutschsprachigen Angaben aber niedriger sein, auch weil ein gutes Ranking bei Google (ohne Bezahlung) für deutschsprachige Begriffe und beschränkt auf deutschsprachige Seiten leichter zu erreichen ist.

Ein direkter und platter Vergleich der CPM von Google AdSense und entsprechenden Erlösen bei Partnerprogrammen oder auch bei der direkten Vermarktung von Anzeigenplätzen verbietet sich ohnedies:
  • Werbeeinblendungen von Google AdSense sind nicht auf allen Webseiten zulässig. Wer z.B. 100.000 Pageviews mit seiner Website erreicht, kann deshalb die für Google AdSense angegebenen Erlöse je Tausend Einblendungen nicht einfach mit der Zahl der Pageviews multiplizieren. Vielmehr kommt es auf die moeglciherweise erheblich niedrigere Anzahl der Werbeeinblendungen an.
  • Google AdSense ist besonders für solche Webseiten (Pages) gedacht und geeignet, die sich anders nicht vermarkten lassen.
Eine optimale Vermarktungsstrategie für Anzeigenplätze wird deshalb:
  1. Möglichst viele Anzeigenplätze direkt vermarkten, dabei aber die Mindestpreise so festsetzen, daß sie die Erlöse mit Partnerprogrammen und Google AdSense überschreiten. Die Einführung von Google AdSense wird deshalb mittelfristig auch die stark gefallenen Anzeigenpreise stabilisieren.
  2. Anschließend nicht verkaufte Anzeigenplätze mit Werbemitteln von Partnerprogrammen füllen wie z.B. Amazon.de. In Frage kommen aber nur Partnerprogramme, deren Werbeeinblendungen profitabler sind als Google AdSense oder die wie provisionierte Textlinks mit Google AdSense-Einblendungen kompatibel sind. Partnerprogramme, deren Erlöse niedriger sind als die Erlöse von Google AdSense werden wohl vom Markt verschwinden.
  3. Alle anderen Plätze werden mit Einblendungen von Google AdSense aufgefüllt.