Mittwoch, Januar 14, 2004

Schwanger.

Eine Mitarbeiterin sagt Ihnen, daß sie schwanger sei. Schieben Sie Ihre Gedanken, was das für Ihre Personaleinsatzplanung bedeuten wird, erst einmal beseitigen und machen Sie folgendes, nachdem Sie Ihr gratuliert haben:
  • Bestellen Sie - am besten gleich von Amazon.de geschenkverpackt - das neue Buch von Petra A. Bauer und Matejcek: "Mama im Job. Familie managen. Karriere gestalten. Alltag organisieren".
  • Fragen Sie Ihre Mitarbeiterin nach dem voraussichtlichen Entbindungstermin.
  • Teilen Sie dem örtlich zuständigen Gewerbeaufsichtsamt formlos mit: "unsere Mitarbeiterin Frau N.N., geboren am XX.XX.XX, hat uns heute mitgeteilt, daß sie schwanger ist, voraussichtlicher Entbindungstermin sei der XX. XX XXXX. Lage und Dauer der Arbeitszeit und der Ruhepausen ergeben sich aus einem variablen, jeweils von beiden Seiten mehrere Wochen im Voraus festzulegenden Arbeitsplan (bzw. teilen Sie die arbeitsvertraglich vereinbarten Arbeitszeiten mit). Die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes werden dabei berücksichtigt. Die Schwangere arbeitet als ................... in unserem Betrieb: Betriebsname, Straße, Postleitzahl, Ort. Die werdende Mutter wird weder mit schweren körperlichen Arbeiten beschäftigt, bei denen sie regelmäßig mehr als 5 kg bzw. gelegentlich mehr als 10 kg bewegen muß, noch auf Fahrzeugen." (ein Musterschreiben im Word-Format zum Download).
  • Geben Sie Ihrer schwangeren Mitarbeiterin eine Kopie dieses Schreibens.
  • Rechnen Sie für Ihre Mitarbeiterin schon mal aus, ob Ihr in der Mutterschutzfrist ein Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschutzgeld zusteht und sagen Sie Ihrer Mitarbeiterin, was dabei herauskommt. Ein Excel-Formular hierfür.
  • Drucken Sie Ihrer Mitarbeiterin unsere Seite "Mutterschutzbestimmungen und ihre Umsetzung im Gastgewerbe" und besprechen Sie mit Ihr, wann die Mutterschutzfrist beginnt, welche Arbeiten Sie in der Zeit davor noch machen kann, ob es erforderlich wird, Arbeitszeiten oder Arbeitsinhalte zu ändern, und ob sie Erziehungsurlaub beanspruchen wird.
  • Fragen Sie Ihre Mitarbeiterin, ob die Kollegen von der Schwangerschaft schon wissen bzw. ob Sie dies vorläufig geheimhalten sollen.