Montag, Januar 26, 2004

Schweizer Hotellerie und Internet.

GastroFacts hat die Resultate einer Online-Umfrage im Frühjahr 2003 durch die Ecole Hôtelière de Lausanne und des Kompetenzzentrums ISNet der Fachhochschule Wallis (HEVs) online gestellt: "Schweizer Hotellerie und Internet". "Die vorliegende Studie soll dem Hotelier helfen, abzuschätzen welche Bedeutung das Internet in der Schweizer Hotellerie eingenommen hat. Buchen effektiv schon alle Hotels online und dynamisch, oder stehe ich mit meinem Mailformular gar nicht so schlecht da? Welche Erfolge erzielen die Schweizer Hotels mit einer eigenen Webpräsenz wirklich? Gibt es schon eine messbare Verschiebung hin zu den elektronischen Vertriebskanälen? Wo sehen die Hoteliers den konkreten Nutzen des Internets und wie wird diese neue Technologie eingesetzt? Wie sieht es mit der Internet-Infrastruktur aus und wie viel wird dafür konkret ausgegeben?" Befragt wurden diejenigen Deutschschweizer Mitgliedern von hotelleriesuisse, die schon eine eigene Webpräsenz haben.

Diese Studie enthält eine Information, der ich seit langem auf der Spur bin, ohne bisher fündig geworden zu sein: Wieviel Traffic haben üblicherweise Websites gastgewerblicher Betriebe? Nach dieser Umfrage kommen Hotels mit 1-3 Sternen auf 300 Besucher monatlich, Hotels mit 4 bis 5 Sternen auf 1.500 Besucher monatlich. Die Besucherzahlen variieren aber nicht nur mit der Hotelklasse sondern auch mit der Größe der Hotels. Hotels mit mehr als 50 Zimmern kommen durchschnittlich auf 1.000 Besucher im Monat, Hotels mit weniger als 30 Zimmern auf durchschnittlich 300 Besuchern. Weiter wird festgestellt, daß der Traffic abhängig ist vom Alter der Website (was ich in einem früheren Beitrag "Entwicklung der User Visits von Websites in Abhängigkeit vom Alter der Sites" behauptet habe. Und der Traffic hänge ab vom Buget.

Da liege ich mit der Website meines Bruders für eine einzelne Ferienwohnung mit mehr als 2.000 Besuchern nach vier Monaten Internet-Promotion ja gar nicht so schlecht...