Dienstag, Januar 20, 2004

Stimmungsmache.

Die österreichische Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte macht mal wieder Stimmung gegen die Gastronomie: "Euro fettet Preise auf", in: Kurier vom 20. Januar 2004.

Die Arbeiterkammern sind in Österreich nach der Novemberrevolution 1918 ab 1921 entstanden und wurden nach ihrer Zerschlagung durch die Faschisten nach dem zweiten Weltkrieg 1946 wieder errichtet. Sie sind in ihrer überkommenen ständestaatlichen Ausrichtung mit einer Zwangsmitgliedschaft aller Beschäftigten, welche die Koalitionsfreiheit unterminiert, eigentlich genauso obsolet wie ihre Pendants auf Seiten der Arbeitgeber (IHKs und Handwerkskammern). Arbeiterkammern existieren außerhalb Österreichs noch in Luxemburg und in den deutschen Bundesländern Bremen und Saarland. Dieser bürokratische Wasserkopf, in dem viele Gewerkschaftsfunktionäre Brot und Butter finden, wird in Österreich durch eine Umlage in Höhe von bis zu 0,5 Prozent der für die gesetzliche Krankenversicherung geltenden Beitragsgrundlage finanziert. Siehe dazu "Zur Geschichte der Arbeiterkammern in Österreich".