Montag, März 08, 2004

Abwechslung auf der Speisekarte: Zum Beispiel Topinambur.

Abwechslung auf der Speisekarte bringen auch ungewöhnliche Gemüsesorten. Die Topinamburknolle sorgt zum Beispiel für eine Vielzahl von schmackhaften Gemüsegerichten, die nicht auf jeder Karte stehen. Tipps und Informationen für den kreativen Chef bietet dazu u.a. Johann Brunner aus Freudenberg: „Anfang des 17. Jahrhunderts wurde bei einer Hungersnot in Europa die Topinambur von Indianern (einem Stamm der in Kanada lebenden Topinambur) übernommen. Sie gelangte durch Seefahrer nach Frankreich und wurde an den Fürstenhöfen als Delikatesse angebaut. Die Topinambur ist eine Sonnenblume, die keine großen Blütenscheiben, dafür aber unter der Erde ein Gelege von Knollen in der Art von Kartoffeln ausbildet. Sie kann bis zu 4 m hoch werden, die Knollen sind frosthart und können den Winter über im Boden bleiben, was wichtig für die Haltbarkeit und die Aufbewahrung ist. Topinambur wird seit wenigen Jahren aufgrund ihrer hervorragenden Eignung für Diabetiker und im Rahmen einer kalorienarmen und gesunden Ernährung wieder verstärkt angebaut.“ Auch für Feinschmecker sind sie ein Hochgenuss. Ob gekocht, bebacken, frittiert oder roh sind sie für den heimischen Herd und ebenso für eine moderne Gastronomie interessant, die mit leicht und knackigen Gerichten eine körperbewußte und für leichte Kost zu begeisternde Kundschaft zu Recht an den Tisch lockt.