Montag, März 22, 2004

Elektronische Speisekarten.

Die Vision, Zeitungspapier könne von "elektronischem Papier" in nennenswertem Umfange ersetzt werden, scheitert wohl noch lange am Kostenvorteil von herkömmlichem Papier. Naheliegendere Einsatzgebiete von "elektronischem Papier" sind Displays. Monitore sind zur ständigen Anzeige wechselnder Informationen (etwa von Angeboten in Gaststätten) meist zu voluminös (dies gilt auch für Flachbildschirme), verbrauchen zuviel Energie und müssen wegen der notwendigen Verdrahtung aufwendig und unflexibel installiert werden.

Von der amerikanischen Xerox-Tochter Gyricon ist seit kurzem ein Produkt erhältlich, das schwarz-weiß Texte und Bilder anzeigen kann, kontrastreich und mit ausreichender Auflösung (300 dpi, das ist viermal so gut wie auf einem PC-Monitor). Die angezeigten Informationen können direkt am Gerät oder per Funk eingegeben werden. Siehe dazu einen Artikel im Handelsblatt vom 22. März 2004: "Elektronisches Papier ist marktreif" (via Speisekarten-seite.de). So richtig interessant werden solche Lösungen wohl erst, wenn elektronisches Papier farbliche Darstellungen erlaubt.

Siehe zum Thema "Elektronisches Papier" auch einen Lexikon-Artikel der Gesellschaft für Informatik e.V.