Freitag, März 19, 2004

KPMG-Analyse: Hotelbuchung ueber das Internet oft billiger.

Indirekte Hotelbuchungen über Reiseportale im Internet oder - bei Geschäftsreisen - über das Firmen-Reisebüro sind häufig billiger als die Reservierung direkt beim Hotel oder über dessen Webseite. Das hat eine Untersuchung von KPMG bei rund 400 Hotels in 13 Ländern, darunter 18 in Deutschland, ergeben. Für den "Global Hotel Distribution Survey 2004" wurden die Preise für ein Einzelzimmer erfragt über direkte und indirekte Verkaufskanäle (Anruf beim Hotel, zentrale Hotelreservierung, Hotel-Website, Online-Portale und Firmen-Reisebüros). Verglichen wurden die – je nach Buchungskanal zum Teil stark differierenden – Preisangaben für ein Einzelzimmer. In 98 Prozent aller Fälle wurde – je nach Buchungsmethode – für ein und dasselbe Zimmer ein unterschiedlicher Preis genannt. Mit dem günstigsten Angebot ließ sich durchschnittlich die Hälfte des Übernachtungspreises sparen. Überraschend: Selbst bei Direktbuchungen war die Preisauskunft des Hotels, seiner zentralen Reservierungsabteilung und der Hotel-Webseite nur in 15 Prozent der Fälle einheitlich.

Weitere Ergebnisse der Analyse:
  • Die günstigsten Angebote über das Internet erhalten Reisende besonders oft, die in Großbritannien, Spanien und Frankreich auf Zimmersuche sind: Hier war in 58, 57 bzw. 54 Prozent der Fälle das Onlineangebot das preiswerteste. In Deutschland war das bei 37 Prozent der Fall.
  • Die Differenz zwischen dem jeweils günstigsten Angebot und dem Durchschnittspreis aller Offerten variiert je nach Region: Sie betrug in Westeuropa 75 Prozent und in den USA 36 Prozent. In Deutschland beträgt sie 51 Prozent.
  • Hotel-Webseiten in Kanada und den USA schneiden in puncto Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit am besten ab.
Wolf Alexander von Waldthausen, Manager im Bereich Travel, Leisure, Tourism bei KPMG: "Die Direktbuchung ist aus Sicht des Hotels die einfachste Steuerungsmöglichkeit. Wenn aber Dritte dasselbe Zimmer preiswerter anbieten, werden Reisende künftig verstärkt auf indirekte Buchungskanäle zurückgreifen. Die Hotels sollten über ‚Best Price’-Garantien nachdenken, um diesen Trend umzukehren." (Quelle: Pressemitteilung der KPMG).