Samstag, März 06, 2004

Umsatz im saechsischen Gastgewerbe im Jahr 2003 um drei Prozent gesunken.

Im Jahr 2003 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes im Freistaat Sachsen nominal, d.h. zu den jeweiligen Preisen 3,0 Prozent weniger um als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung (Preisbasis 2000) bedeutet das nach Angaben des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen einen Umsatzrückgang um 3,8 Prozent. Bereits im Vorjahr verbuchte das Gastgewerbe einen Umsatzverlust von nominal 5,2 / real 8,4 Prozent. Dabei waren alle Branchen des Gastgewerbes vor allem von der Jahrhundertflut im August 2002 direkt oder indirekt betroffen. Dieses Ereignis beeinflusste auch im Jahr 2003 die Umsatzentwicklung. Während der reale Umsatz im ersten Halbjahr 2003 noch um 9,5 Prozent unter dem entsprechenden Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums lag, stieg er im zweiten Halbjahr 2003 um real 2,1 Prozent. Im Bundesdurchschnitt setzten die Gastgewerbeunternehmen im Jahr 2003 nominal knapp fünf Prozent, real sechs Prozent weniger um als im Vorjahr.
  • Darunter verbuchte das Beherbergungsgewerbe einen realen Umsatzrückgang um 5,2 Prozent, das Gaststättengewerbe reale Umsatzeinbußen von 6,8 Prozent.
  • Im klassischen Beherbergungsgewerbe (Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Hotels garnis) wurde in Sachsen ein Umsatzplus von real 1,6 Prozent registriert. Dieser Wirtschaftszweig erzielte rund 31 Prozent des Gesamtumsatzes im Gastgewerbe.
  • Die "Restaurants, Cafés, Eisdielen und Imbisshallen" verzeichneten in Sachsen im Jahr 2003 im Durchschnitt einen Umsatzverlust von real 8,2 Prozent. Der Anteil dieses Wirtschaftszweiges am Gesamtumsatz im Gastgewerbe betrug 42 Prozent.
  • Das "Sonstige Gaststättengewerbe" (u. a. Schankwirtschaften) sowie der Wirtschaftszweig "Kantinen und Caterer" verzeichneten Umsatzeinbußen von real 6,9 Prozent bzw. 0,2 Prozent.
Die Zahl der im Gastgewerbe insgesamt Beschäftigten verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent. Dabei sank die Zahl der Vollbeschäftigten um 4,9 Prozent, die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich dagegen um 6,4 Prozent. Fast 40 Prozent aller im Gastgewerbe Beschäftigten sind gegenwärtig teilzeitbeschäftigt. Knapp die Hälfte aller Teilzeitbeschäftigten sind in der umsatzstärksten Branche, den "Restaurants, Cafés, Eisdielen und Imbisshallen" tätig. In diesen Unternehmen arbeiten 43 Prozent der im Gastgewerbe insgesamt Beschäftigten. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen).