Samstag, April 03, 2004

Wirtshauskultur.

In unserer Mailingliste Gastro-Einsteiger wurde zuletzt rege über Zoigl, Besen- und Straußwirtschaften diskutiert. Dieses Thema wird auch gestreift in einem lesenswerten Artikel von Hermann Unterstöger über bayerische Wirtshauskultur "Das Leben ist wie eine Lawine", in: Süddeutsche Zeitung vom 3. April 2004.

über die rechtlichen Hintergründe der Zoigl-Brauhäuser, die bayerischen Kommunbraurechte, informiert Zoigl.de (DOC). Lesen Sie mehr über die Gechichte des Zoigl-Sterns. Einen Überblick über die heute noch betriebenen Zoigl-Brauhäuser bzw. -Wirtschaften bietet Zoigl.de. Bier aus einem Brauhaus wird in der Regel von mehreren Zoigl-Wirten ausgeschenkt.

Die traditionellen, landesspezifischen Sonderregelungen für Straußwirtschaften, Kranzwirtschaften, Besenwirtschaften (oder in Österreich Buschenschank oder Heuriger) basieren in Deutschland hingegen auf dem Gastststättengesetz. Dort heißt es in Paragraph 14: "Die Landesregierungen können durch Rechtsverordnungen zur Erleichterung des Absatzes selbsterzeugten Weines oder Apfelweines bestimmen, daß der Ausschank dieser Getränke und im Zusammenhang hiermit das Verabreichen von zubereiteten Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle für die Dauer von höchstens vier Monaten oder, soweit dies bisher nach Landesrecht zulässig war, von höchstens sechs Monaten, und zwar zusammenhängend oder in zwei Zeitabschnitten im Jahre, keiner Erlaubnis bedarf...".

Siehe dazu auch "Besenwirtschaften, rechtliche Grundlagen und absatzwirtschaftliche Bedeutung" (PDF) von Prof. Dr. Günter Bernkopf und Uwe Schäfer im Hauptseminar Weinmarketing der Fachhochschule Heilbronn im Sommersemester 2002.