Samstag, Mai 01, 2004

Google-Trefferanzahl als Mass fuer die Beruehmtheit.

Stefan Maier beschreibt in "Bild der Wissenschaft" Versuche, herauszufinden, ob die Anzahl der Treffer bei Google ein gutes Maß für die Bekanntheit von Personen ist. Bei Wissenschaftler verhält sich die Zahl der Treffer demnach linear zum Bekanntheitsgrad (gemessen mit der Zahl der Veröffentlichungen), bei Filmstars und Sportlern wächst die Anzahl der Treffer exponentiell mit der Anzahl erfolgreicher Filme oder Medaillen: "Wie Wissenschaftler berühmt werden", in: Bild der Wissenschaft vom 1. Mai 2004.

Mir scheint die Sache, wenn man sie praktisch angehen will, etwas komplizierter zu sein. Zum einen müßte man solche Treffer manuell ausschliessen, die namensgleiche andere Personen enthalten (weswegen ein zweiter Vorname, wie in den USA üblich, ganz praktisch ist). Zum anderen müßte man alle Treffer ausschliessen, die zu Dokumenten führen, welche die berühmte Person selbst online gestellt hat oder ihr zuzurechnen sind. Bei wirklich berühmten Personen kann man solche, dieser Person selbst zuzurechnenden Treffer aber wohl vernachlässigen.

Ein kleiner Versuch mit Basketballspielern:
  • Steffen Hamann (ein junger deutscher Nationalspieler): 1.770 Treffer.
  • Dirk Nowitzki: 96.800 Treffer.
  • Michael Jordan: 1.170.000 Treffer.
Angesichts der großen Berühmtheit von Michael Jordan wundert es nicht, daß er seinem Restaurant seinen Namen gegeben hat: "Michael Jordans 23".

Wenn Sie selbst mal bei Google nach Berühmtheiten suchen wollen, vergessen Sie nicht, die Namen in Anführungszeichen zu setzen. Sonst bekommen Sie auch Seiten angezeigt, bei denen die Namensteile nicht hintereinander stehen, etwa eine Namensliste mit Michael Fox und Jane Jordan.