Freitag, Mai 21, 2004

Tiefkuehlmarkt waechst trotz Konjunkturflaute.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von tiefgekühlten Lebensmitteln in Deutschland kletterte in den letzten 30 Jahren um 22,7 Kilogramm auf 34,6 Kilogramm im Jahr 2003. Auch 2003 war Tiefkühlkost trotz der Konjunkturflaute in Handel und Gastronomie eines der erfolgreichsten Sortimente in der gesamten deutschen Ernährungswirtschaft. Der Gesamtverbrauch von Tiefkühlkost lag bei knapp 2,86 Millionen Tonnen. Damit erreichte die Branche ein Mengenplus von 0,3 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch kletterte auf 34,6 Kilogramm. Besonders stark gefragt waren Tiefkühlbackwaren und Tiefkühlgemüse. Pizzas aus der Tiefkühlung lagen auch 2003 voll im Trend. Dies meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) in Köln.

Der Gesamtumsatz von Tiefkühlkost sank leicht um ein Prozent auf insgesamt 8,93 Milliarden Euro. Den moderaten Umsatzrückgang führt dti-Geschäftsführer Manfred Sassen vor allem auf den anhaltenden Preisdruck im Handel und die Preissensibilität der Verbraucher zurück: "Beim Kauf von Lebensmitteln schauen viele Kunden nach wie vor zuerst auf den billigsten Preis."

Im Lebensmittelhandel, einschließlich Heimdienste und Discounter, wurden im Jahr 2003 anteilig 51,4 Prozent der gesamten Absatzmenge tiefgekühlter Produkte verkauft. Die privaten Haushalte verzehrten insgesamt 1,47 Millionen Tonnen Tiefkühlkost. Das waren 0,1 Prozent mehr als 2002. Allen voran legte das Pizzasortiment mit einem Plus von 4,8 Prozent mengenmäßig kräftig zu.

Ob in Hotels und in der Gastronomie, in den Betriebsrestaurants sowie den sozialen Einrichtungen: Im gesamten Außer-Haus-Markt kletterte der Verbrauch von Tiefkühlkost um 0,6 Prozent auf knapp 1,39 Millionen Tonnen. Vor allem verwendeten die Küchenchefs vermehrt Kartoffelspezialitäten neben Gemüse und dem breiten Backwarensortiment aus der Tiefkühlung.