Donnerstag, Juni 17, 2004

Kosten sparen bei der Lehrlingsausbildung.

Im Rahmen des "Ausbildungspaktes" wurde beschlossen, daß die Bundesagentur für Arbeit 25.000 schwer vermittelbare Jugendliche, die ein schlechtes Zeugnis oder gar keinen Schulabschluß haben, in Vollzeit-Praktikumsstellen von sechs bis zwölf Monaten, u.a. auch im Gastgewerbe, vermittelt. Als direkte Kosten fallen für die Arbeitgeber lediglich 90 Euro im Monat für Sozialversicherungsbeiträge an. Ein Lohn wird nicht bezahlt, die Praktikanten erhalten jedoch 200 Euro Taschengeld von der Bundesagentur für Arbeit. Das ganze nennt sich "Einstiegsqualifizierung" und kann auf die Dauer einer späteren Berufsausbildung angerechnet werden. (Siehe dazu "An Stelle der Stellen, in: Tagesspiegel vom 17. Juni 2004).

Rein rechnerisch empfiehlt sich, wenn man denn bereit ist, schwer vermittelbare Jugendliche einzusetzen, statt Auszubildende einzustellen solche Praktikanten einzusetzen. Falls sie sich (wider Erwarten) für eine Ausbildung eignen, spart man sich zumindest die Ausbildungsvergütung für die ersten sechs bis zwölf Monate.