Donnerstag, Juni 03, 2004

Nichtraucherschutz in Gaststaetten.

Den Politikern geht das Geld aus. Deshalb ist jetzt symbolische Politik gefragt. Kurz gesagt: Kosten darf es nichts bzw. nur andere. Und die Inhalte müssen "gut" sein, Ziele halt, gegen die niemand was haben kann wie Frieden, Volksgesundheit, Jugendschutz, Soziale Gerechtigkeit, Sicherheit. Beispiele gibt es zuhauf wie die Ausbildungsplatzabgabe oder die Einführung einer Sondersteuer auf Alcopops. Jetzt ist zur Abwechslung mal der Nichtraucherschutz in Gaststätten dran. Im Grunde überflüsig wie ein Kropf, aber wer kann schon dagegen sein? Und die Zeche zahlt die Gastronomie.

Dieses Thema hat jetzt auch die österreichische Gesundheitsministerin Rauch-Kallat für sich entdeckt. In einem Akt voraus eilenden Gehorsams haben in der vergangenen Woche der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst, Rudolf Kaske, und der Fachverbandsobmann Helmut Hinterleitner eine auf Selbstregulierung der Branche basierende "österreichische Lösung" entwickelt, um eine noch dümmere gesetzliche Lösung zu verhindern (mit Bussgeldern selbst für unbenutzte Aschenbecher usw.). Siehe dazu "Hinterleitner: Gastronomie setzt Initiative für Nichtraucher" Diese Lösung beinhaltet:
  • die verstärkte Schaffung von Nichtraucher-Bereichen in allen Speiselokalen von mindestens 40 Prozent der Sitzplätze.
  • Beratungsaktionen zur Verbesserung der Luftqualität.