Donnerstag, Juni 03, 2004

Online-Erloese von Zeitungen und Fernseh-Stationen.

Borrell Associates führt alljährlich eine Umfrage bei mehr als 700 amerikanischen Zeitungen und Fernsehstationen durch. Die wichtigsten Ergebnisse der letzten Umfrage:
  • 83% aller Websites von Zeitungen haben 2003 gearbeitet.
  • Die Erlöse für Online-Anzeigen stiegen 2003 signifikant.
  • Es werden für 2004 hohe Wachstumsraten bei den Erlösen für Online-Anzeigen erwartet, vor allem eine Zunahme lokaler Inserenten.
  • Der Umsatz steigt überproportional mit der Auflagenhöhe der Printausgabe. Er beträgt per anno 27,1 Dollar je Abonnent bei einer Auflage von mehr als 200.000 und 15,84 Dollar bei einer Auflage von 100.000 bis 200.000.
  • Bei US-Fernsehstationen hingegen steigt der Online-Umsatz unterproportional zur Anzahl der erreichten TV-Haushalte. Durchschnittlich erzielen sie 0,28 Dollar je TV-Haushalt.
Eine kostenlose Zusammenfassung der kostenpflichtigen Studie kann bestellt werden.

Meine Meinung dazu:
  • Die Studie erweckt vielleicht den falschen Eindruck, es wäre für Zeitungen eine sinnvolle Strategie, primär die eigenen Leser der Printausgabe anzusprechen. Tatsächlich erreichen Websites von Zeitungen häufig ganz andere Nutzer als die Leser der Printausgabe.
  • Wenn man berücksichtigt, daß Websites degressive Kostenverläufe aufweisen (hohe benutzerfixe Kosten bei geringen benutzervariablen Kosten), dürften diese Ergebnisse dafür sprechen, daß der Trend zu einer Konzentration von Zeitungen durch das Internet eher forciert als gemildert wird.