Mittwoch, Juni 23, 2004

Werbung ist ueberall.

In der International Herald Tribune vom 14. Juni 2004 schreibt Eric Pfanner über das Überhandnehmen von Werbebotschaften in den Gesellschaften des Westens: "In marketing, less can be more" (via Adverblog.com).

Ich predige zwar eher, in gastgewerblichen Objekten die Chancen zusätzlicher Erlösquellen auch aus Werbung zu nutzen. Doch man kann sich auch fragen, ob das Überhandnehmen an Werbung in öffentlichen und auch privaten Räumen (TV, Rundfunk, gebrandete Einrichtungsgegenstände bis hin zur Kunstdrucken mit Motiven wie Campbell-Suppendosen á la Andy Warhol) nicht zugleich auch eine Nische darstellt für gastgewerbliche Räume als reklamefreie Zonen.

Zugleich verbesser der Verdruß vieler Menschen über zuviel Werbung aber auch die Chancen, Markenprodukte in der Gastronomie der Situation unterschwellig zu vermarkten, z.B. einfach in der Weise, daß sie als Speisen und Getränke angeboten werden oder als Einrichtungsgegenstände verwendet werden, die man eventuell sogar dort kaufen kann.

Branchen wie die Spirituosen- oder Zigarettenindustrie, die sich in der Werbung schon jetzt zurükhalten müssen oder, um Politikern, die Werbeverbote durchsetzen wollen, die Luft aus den Segeln nehmen wollen, haben dies bereits erkannt und legen auf eine Präsenz in der Gastronomie großen Wert, kaufen Schächte in Zigarettenautomaten oder dafür, in Getränkekarten gelistet und in Originalgläsern (also mit Werbeaufdruck) serviert zu werden.