Freitag, Juli 02, 2004

Abhol-, Bring- und Lieferdienste.

Nach Paragraph 7 des Gaststättengesetzes darf der Gewerbetreibende oder Dritte im Gaststättengewerbe auch während der Ladenschlußzeiten Zubehörwaren an Gäste abgeben und ihnen Zubehörleistungen erbringen (Absatz 1). Außerhalb der Sperrzeit darf der Schank- oder Speisewirt zum alsbaldigen Verzehr oder Verbrauch
  1. Getränke und zubereitete Speisen, die er in seinem Betrieb verabreicht,
  2. Flaschenbier, alkoholfreie Getränke, Tabak- und Süßwaren
an jedermann über die Straße abgeben.

Mit diesen Abhol-Dienstleistungen verdienen einige Gastronomen nicht wenig Geld. So kann man heute in Bamberger Brauereigaststätten ein Bier noch in einen mitgebrachten Krug füllen lassen, um es zu Hause zu trinken. In modernen Gasthausbrauereien werden dafür meist Syphons mit zwei Liter Volumen verkauft oder verliehen.

Über diese Abhol-Services hinaus bieten sich erhebliche Marktchancen bei Bring- und Liefer-Dienstleistungen. Herausragend sind dabei wohl Pizza-Lieferdienste zu nennen. Einige Wettbewerber ausserhalb der Gastronomie beackern das Feld der Bring- und Lieferdienste sogar schon als Kern-Geschaeftskonzept. So liefern die Münchner Neugründungen Alkoport und Lasterdienst Alkoholika, Tabak und kleine Snacks.

Die Konditionen des Münchener Lasterdienst sehen im Kern so aus:
  • Mindestbestellwert: ? 8 (ohne Tabakwaren)
  • Lieferung nur in bestimmte Stadtteile (Ausnahmen nach Absprache).
  • Lieferzeiten: 15 bis 30 Minuten.
  • Tabakwaren und Alkohol werden nur an Kunden geliefert, die das notwendige Alter erreicht haben (ggf. Ausweis notwendig)
Beide Konzepte werden in der neuesten Ausgabe der Geschäftsidee ausführlich vorgestellt.