Mittwoch, Juli 07, 2004

Blitzgastronom.

Zu Zeiten der DDR befand sich in der Karl-Marx-Straße in Magdeburg eine Imbißhalle, die Blitzgastronom hieß, ein ca. 200 qm großes Etablissement im Stil der 60er Jahre mit dem Charme einer überdimensionalen Tiefkühlzelle. Der Blitzgastronom hatte etwas berühmt-berüchtigtes: jeder kannte ihn, keiner ging angeblich hin, aber voll war es dort komischerweise trotzdem immer. Man traf sich nicht im Blitzgastronom, sondern natürlich immer nur davor.

Mit diesem Betrieb in Magdeburg, den es nicht mehr gibt, verbindet das Projekt Blitzgastronom in Berlin-Köpenick nichts mehr außer dem Namen und der Geburtsort von Jens Rode, den mit seinem in Berlin geborenen Partner Felix Siewert das Interesse an künstlerischer Gestaltung verbindet und daß beide bereits viele Jahre in der Gastronomie Erfahrung gesammelt haben, wenn auch nicht miteinander.

Der "Blitzgastronom" besteht aus einem Café, einem Tresenbereich und einem Shop. Zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort gibt es alles für's Frühstück: vom Kaffee über Marmelade bis hin zum Eierbecher, aber acuch Räucherstäbchen, Berlin-Souvenirs, Musik-CD's, insgesamt ein vielfältiges und außergewöhnliches Sortiment, das sich an den Wünschen der Kunden orientiert und entwickeln soll.

Die Einrichtung haben die beiden Gründer vielfach bei eBay ersteigert. Es fehlen bis zur Eröffnung nur noch ein Backofen, Würstchenwärmer, Suppenkessel, ein Preisauszeichner und eine Kaffeemühle.

Und wo hat genau hat der Blitzgastronom seinen Standort? Das verraten die beiden noch nicht. Ihre Website aber enthält bereits alles Wissenswerte über ihren kleinen Laden: Planung, Entstehung, Betrieb - in Wort & Bild. Bis zur Eröffnung dauertes wohl noch ein bißchen. Aber es ist jeder eingeladen, sich auf ihrer Homepage auf dem Weg dorthin zu begleiten und zu beobachten.

Zu ihrem Marketing kann man den Beiden jetzt schon gratulieren. Pre-Opening-Marketing per Internet ist ja in der Gastronomie noch nicht gang und gäbe. Ihre insoweit äußerst gelungene Website dürfte dem "Blitzgastronom" von Anfang an einen vollen Laden bescheren, weil sich viele das dann mal anschauen wollen, was vor Ihren Augen im Internet am Entstehen ist.