Sonntag, Juli 18, 2004

Domino's Pizza ist an die Boerse gegangen.

Domino's Pizza ist am 13. Juli an die Börse gegangen. Die Welt berichtet am 14. Juli darüber: "Schwacher Start an der Börse". Domino?s Pizza ist die nach Pizza Hut zweitgrößte Pizza-Kette der Welt und die Nummer 1 beim Pizza-Lieferservice (dank 30-Minuten-Liefergarantie und spezieller, patentgeschützter "HeatWave"- Warmhaltebeutel; die 30-Minuten-Liefergarantie wurde zwischenzeitlich aufgegeben und ersetzt durch das nicht so eindeutig nachprüfbare Versprechen "Made Fresh, Arrives Fresh").

Gegründet wurde Domino's Pizza 1960 von den Brüdern Tom und James Monaghan. Sie übernahmen als Seiteneinsteiger für angesparte 500 Dollar ein Outlet in Michigan, ohne eine Ahnung zu haben, wie man Pizzen bäckt. Tom hatte seine Brötchen zuvor als Trucker, Zeitungsausträger und Fischhändler verdient. Heute ist er noch mit gut einem Viertel am Unternehmen beteiligt, die Mehrheit liegt seit 1998 inzwischen bei einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft. James hatte ihm seinen Anteil 1961 verkauft, um sich vom Erlös einen VW Käfer zu leisten. Ein schlechtes Geschäft, denn heutzutage verkauft Domino's Pizza jährlich 400 Millionen Pizzas in fast 7.500 Filialen in den USA und 50 anderen Ländern. Siehe: "Pizza backen fürs Himmelreich" von Marc Pitzke, New York, in: Spiegel Online vom 14. Juli 2004.

Das Wachstum ist rasant gewesen
  • 1978: 200 Outlets.
  • 1983: 1.000 Outlets.
  • 1989: 5.000 Outlets.
  • 2004: fast 7.500 Outlets, davon 2.000 außerhalb der USA.
In Deutschland und Österreich ist das Unternehmen noch nicht vertreten, aber seit 2002 in der Schweiz mit zuletzt sechs Outlets.

1992 wurde das Sortiment erstmals um andere Produkte als Pizza erweitert und zwar um Bread Sticks (Pizzabrot in schmalen Stücken) und 1994 um Buffalo Chicken Wings (scharfe, gebackene Hähnchenflügel).

Die Art und Weise mit Lieferanten umzugehen gleicht der Unternehmensphilosophie von McDonald's, ist atypisch für amerikanische Unternehmen, typisch eher für japanische Gepflogenheiten: "Domino's Pizza prefers to develop long-term partnerships with proactive suppliers who anticipate our needs, generate cost-saving measures and solve problems to create mutually advantageous outcomes. Domino's is always interested in the potential to establish similar working relationships with new suppliers. We will award business on a competitive basis. Careful source review and selection is important. Pricing is not the only criteria. We demand the very best from our suppliers. Our decisions are based on the ability of suppliers to meet our needs - competitive pricing, high product quality and exceptional service levels."