Samstag, Juli 24, 2004

Geschlechtsspezifische Nachfrage nach gastronomischen Produkten.

Kristen Gerencher hat in ihrem Artikel "Pass the burgers, fries and pizza. Gender harmony apparent in restaurant food choices", in: CBS Marketwatch vom 21. Juli 2004, einige Marktforschungsergebnisse zusammengefaßt.

Amerikanische Männer und Frauen unterscheiden sich danach kaum hinsichtlich der bevorzugten Speisen. Sie essen am liebsten Burger, Pommes frites und Pizza. Zwar kontrollieren Frauen, was ihre Familienmitglieder essen, doch sie bevorzugen dabei die gleichen Speisen, die auch Männer bestellen, wird Harry Balzer, Vizepräsident der NPD zitiert, ein Marktforschungsunternehmen mit Sizt in Port Washington, N.Y., das die amerikanischen Essgewohnheiten studiert. Hinsichtlich der meist bestellten Speisen unterscheiden sich Frauen kaum von den Männern. Bei den Männern sieht die Reihenfolge so aus:
  • Burger: 17 %
  • Pommes frites: 14 %
  • Pizza: 9 %
  • Belegte Bröthchen (Breakfast sandwich): 6 %
  • Beilagensalat: 6 %
  • Eier: 5 %
  • Donuts: 4 %
  • Kartoffelpuffer: 4 %
  • Chinesisches Essen: 4 %
  • Chicken-Nuggets: 4 %
  • Salat als Hauptspeise: 3 %
Bei den Frauen so:
  • Pommes frites: 14 %
  • Burger: 13 %
  • Pizza: 8 %
  • Beilagensalat: 7 %
  • Sandwich mit Hähnchenfleisch: 5%
  • Belegte Brötchen: 5 %
  • Salat als Hauptspeise: 5%
  • Chinesisches Essen: 4 %
  • Chicken-Nuggets: 4 %
  • Reis: 4 %
(Quelle: The NPD Group's Eating Patterns in America Report).

Frauen bevorzugen eher Geflügel und Fisch, Männer hingegen eher rotes Fleisch. Erwachsene Frauen bestellen eher ein Putenfleisch-Sandwich oder einen Beilagensalat als Männer, wohingegen chopped Staeks, Hähnchenflügel und Cheeseburger mit Speck von Männern bestellt werden.

46% aller Ausgaben für Lebensmittel der amerikanischen Haushalte werden in Gaststätten und für Lieferdienste ausgegeben. Daß es viel billiger ist, Essen zu Hause zu kochen, spielt dabei kaum eine Rolle. Männer essen 20mal im Monat außer Haus, Frauen 16mal.

Dennis Lombardi, geschäftsführender Vizepräsident von Technomi, eine Unternehmeensberatung für die Lebensmittelindustrie, ergänzt, daß neben dem Geschlecht die Entscheidung für ein Restaurant auch durch den jeweiligen Anlaß, Begierden and durch das soziale Kräftespiel beinflußt werde. Die Entscheidung einiger Fast-Food-Ketten, auch Salate, frische Sandwiches und Mehrkornbrot anzubieten, verringere das Risiko, daß Frauen ihr Veto einlegen würden bei einem geplanten Besuch dieser Ketten.

Die wachsende Popularität, auswärts zu essen, heize den Wettbewerb zwischen der Gastronomie und dem Lebensmitteleinzelhandel an. Die Lebensmitteleinkäufe und die Zubereitung von Speisen zu Hause sei immer noch primär Aufgabe der Frauen, auch wenn der Anteil der Männer wachse, die diese Aufgaben erledigen.