Freitag, Juli 16, 2004

Sonderprogramm des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) beschlossen.

Das Bundeskabinett hat die Eckpunkte eines Sonderprogramms des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) beschlossen. Mit dem Programm wird die Bereitstellung betrieblicher Praktikumplätze gefördert.

Das Programm EQJ soll insbesondere solchen Jugendlichen eine Chance geben, die aus individuellen Gründen nur eingeschränkte Vermittlungschancen haben und auch nach bundesweiten Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz finden können.

Die Einstiegsqualifizierung soll eine Brücke in die Berufsausbildung sein, deshalb sollen in dieser Zeit Grundkenntnisse und -fertigkeiten vermittelt werden, die für eine Berufsausbildung förderlich sind. Sie dauert sechs bis zwölf Monate und wird als betriebliches Praktikum angeboten. 

Das Programm beginnt am 1. Oktober 2004 und wird zunächst in zehn Schlüsselbranchen angeboten. Das EQJ endet mit einem Kammerzertifikat, die Dauer der Qualifizierung kann einer späteren Berufsausbildung angerechnet werden.  Das Kammerzertifikat unterstreicht die größere Bedeutung der Einstiegsqualifizierung für eine spätere Berufsausbildung gegenüber einem anderen Praktikum.

Die Praktikumsvergütung von bis zu 192 Euro monatlich und der Gesamtsozialversicherungsbeitrag von 102 Euro monatlich wird den Betrieben erstattet. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines Praktikumvertrages zwischen dem Arbeitgeber und dem Jugendlichen sowie die Beantragung der Erstattung bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit. Die Förderdauer ist abhängig von der tatsächlichen Dauer der Einstiegsqualifizierung und kann höchstens 12 Monate betragen. Insgesamt stehen für das dreijährige Programm Bundesmittel von insgesamt 267 Millionen Euro zur Verfügung, davon noch rund 11 Millionen in diesem Jahr. (Quelle: Pressemitteilung der Bundesregierung).

Ich habe jetzt 12 Minuten lang versucht, auf der 100 Millionen-Euro-Website der Sesselfurzer nähere Informationen darüber zu finden, leider vergeblich. Dafür hat mich fast zeitgleich ein Call-Center-Mitarbeiter angerufen, der den Job hatte, bei Arbeitgebern Lehrstellen zu acquirieren. Von diesem Programm hatte er aber, wie halt bei Call-Centern üblich, noch nichts gehört. Wenn Sie fündig werden, teilen Sie mir bitte die URL mit, unter der man Details des Programms erfahren kann.