Samstag, Juli 17, 2004

Tourismuspolitiker des Bundes gegen Verdoppelung der TV-Gebuehren im Hotel.

(Berlin, 15. Juli 2004) Führende Tourismuspolitiker des Deutschen Bundestages haben sich entschieden gegen die drohende Verdoppelung der TV-Gebühren in Deutschlands Hotellerie ausgesprochen. Mit Schreiben an die Ministerpräsidenten der Bundesländer wenden sich die Experten aus dem Bundestag gegen den Vorstoß aus den Reihen der Länderchefs, die klammen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf dem Rücken der Hotelgäste und Hoteliers sanieren zu wollen.

Eine entsprechende Änderung des Rundfunkgebührenstaatsvertrages käme die Beherberger in der Bundesrepublik teuer zu stehen und ließe viele Unternehmer wirtschaftlich schwarzsehen. Eine von den Ministerpräsidenten diskutierte Variante sieht vor, die Rundfunkgebühren für Hotels und Pensionen von derzeit rund acht Euro je Zimmer pro Monat auf dann über 17 Euro zu erhöhen dies wäre eine Steigerung von mehr als 100 Prozent. Insgesamt würde Deutschlands Hotellerie mit über 80 Millionen Euro zu Ader gelassen. Mit der Gebührenerhöhung würde die ohnehin karge Umsatzrendite eines ganzen Wirtschaftszweiges im staatlich verordneten Handstreich einkassiert.

Gegen dieses absurde Vorhaben protestieren einhellig
  • Ernst Hinsken, CSU, Vorsitzender des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag,
  • Brunhilde Irber, Tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestags-fraktion,
  • Klaus Brähmig, CDU, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und
  • Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion,
in ihren Schreiben an die Ministerpräsidenten.

Die Tourismuspolitiker des Bundestages stehen geschlossen hinter der Beherbergungsbranche in Deutschland. Die Initiativen der Abgeordneten machen deutlich, dass solche Pläne auf scharfen Gegenwind aus Berlin stoßen werden. Denn es wäre ein unglaublicher Vorgang, dass Hoteliers und Gäste in Deutschland die Zeche dafür zahlen sollen, dass die Sportschau jeden Samstag in der ARD und nicht bei den Privaten übertragen wird, so Fritz Georg Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland, in Berlin. (Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).