Samstag, August 07, 2004

Zeitungsverlage entdecken das Verkaufsfoerderungspotential von Weblogs.

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, daß wir gerne auch auf Artikel in Zeitungen und Zeitschriften verweisen in der Art einer Presseschau für das Gastgewerbe. Denn nicht selten finden sich auch in nationalen und regionalen Tages- und Wochenzeitungen und Magazinen Beiträge, die für Gastronomen interessant sind, ihnen aber entgehen, weil die meisten Menschen nur eine oder zwei Tageszeitungen regelmäßig lesen.

Leider sind viele Zeitschriftenverlage unwillig, weil sie einen Rückgang der Käufer ihrer Printausgaben befürchten, oder ignorant, ihre Websites und Online-Archive so zu konstruieren, daß eine Verknüpfung zu ihren Artikeln auf Dauer korrekt bleibt. Oft wandert ein Artikel ins Archiv und bekommt dort eine andere Unique Resource Location für den gezielten Zugriff. Oder die Artikel werden im Internet gar nicht archiviert oder sie sind nicht öffentlich zugänglich, sondern es wird eine Registrierung oder gar ein kostenpflichtiges Abonnement verlangt, bevor man sie lesen darf. Einzelne Spinner verklagen sogar andere Websites, weil sie auf ihre Seiten Links setzen. Damit verzichten die Zeitungsverlage auf Traffic, eine bessere Plazierung in den Suchmaschinen und auf Online-Anzeigenerlöse, was sich häufig nicht rechnet, weil die zusätzlichen Abonnementgebühren oft niedriger ausfallen.

In den USA gehen ganz im Gegenteil clevere Zeitungsverlage dazu über, verknüpfungsstabile URLs zu verwenden, um Links auf ihre Inhalte zu erleichtern, und sie bitten darum, auf ihre Artikel zu verweisen. Dies berichtet Mark Glaser in der "Online Journalism Review" vom 4. August 2004: "Dear Bloggers: Media Discover Promotional Potential of Blogosphere".