Donnerstag, Oktober 21, 2004

Automat.

1927 hat Edward Hopper das Bild "automat" gemalt.
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Automat, 1927
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Selbstbedienungsrestaurants oder "cafeterias" wurden in den USA von gemeinnützigen Organisationen erfunden, um arbeitenden Frauen ein preiswertes Essen zu bieten. Die Idee wurde schnell von gewerblichen Restaurants und Schulen aufgegriffen. Die Gäste wählen aus und zahlen für jedes ausgewählte Teil am Ende der Auswahlstrecke. Eine Weiterentwicklung stellen Cafeterrias dar mit vollautomatischen Verkaufsflächen, in welchen vorportionierte Speisen und Getränke in Geräten mit Münzeinwurf ausgegeben werden. Der erste "automat" wurde 1902 von Horn & Hardart in Philadelphia eröffnet (mit Automaten aus Deutschland).
Das älteste deutsche Patent für einen Warenautomaten wurde im Mai 1883 an Emil Wirba und Ferdinand Uecker aus Berlin für einen "Automatischen Verkaufsbehälter für Zigarren" vergeben. 1886 wurde auf der Internationalen Gewerbeausstellung in Berlin ein "Automatenpavillion" vorgestellt. In diesem gab es vom frischgezapften Bier (für 10 Pfennig) bis hin zum warmen Essen ein breites Angebot. Das erste Automatenrestaurant in Deutschland wurde 1897 in Berlin eröffnet.

Mehr über Automatenrestaurants.

Edward Hopper wurde geboren in Nyack, New York. 1924 hatte er seine erste Einzelausstellung, 1933 eine Retrospektive im Museum of Modern Art, New York. 1952 nahm er an der Biennale von Venedig teil. Das Londoner Museum Tate Modern zeigte vom 27. Mai bis 5. September 2004 eine große Retrospektive. Zur Zeit ist sie von bis 9. Januar 2005 im Museum Ludwig in Köln zusehen. Ausgestellt werden rund 70 Werke aller Schaffensphasen.

Das Buch zur Ausstellung: "Edward Hopper" von Edward Hopper und Sheena Wagstaff stellt die wohl umfangreichste Monografie zum Werk des wohl populärsten amerikanischen Malers seiner Generation auf dem deutschen Buchmarkt dar und all seine Hauptwerke vor. Wenige isoliert und nachdenklich wirkende Figuren beleben Edward Hoppers schlaglichtartig beleuchteten Tankstellen, All-Night Diners, Motelzimmer und Büros. Niemals direkt narrativ, besitzen die zurückhaltenden, sorgfältig ausgeführten Ölbilder und Aquarelle eine zeitlose, universelle Qualität, deren Aussagen zur Condition humaine ein riesiges Publikum weltweit berührt haben. Die vorliegende, definitive Studie zum "amerikanischsten" aller Künstler begleitet die erste umfassende Hopper-Retrospektive seit 20 Jahren in Deutschland und stellt sein Werk in den Kontext amerikanischer und europäischer Kunst der Epoche - beginnend mit seinen frühen Gemälden über die zu Ikonen gewordenen Manhattan-Bilder, bis hin zu seinen späten, zunehmend minimalistischen Arbeiten, die mehr als sechzig Jahre später entstanden. Sie untersucht zudem erstmals den Einfluss des Film noir auf seine Arbeit sowie im Gegenzug Hoppers nicht zu unterschätzende Wirkung auf andere bedeutende Kreative wie Alfred Hitchcock, Francis Ford Coppola, Norman Mailer, John Updike, Peter Doig oder Luc Tuymans.