Montag, Oktober 25, 2004

Beispielhafte Websites gastronomischer Betriebe: Café am Markt.

Wie man den Usern seiner Website einen Nutzwert bieten kann, zeigt das Café am Markt in Bleckede. Das Kaffeelexikon ist eine Linksammlung mit kommentierten Links zum Thema Kaffee und demonstriert so warenkundliche Kenntnisse.

Die Website ist zwar erkennbar noch im Aufbau, so soll ein Newsletter angeboten werden, bietet aber bereits eine CaM Coffee Card an. Ein solches Angebot ist aber ist meines Erachtens nicht optimal, um neue Gäste anzuziehen. Dieses Werbemittel ist eher dazu auserkoren, aus Erst- und Gelegenheitsgästen Stammgästen zu machen. Darauf sollte man beim ersten Kaffee mündlich hinweisen. Stattdessen sollte man auf der Website versuchen, Menschen, die das Café noch nicht kennen, zu einem Erstbesuch zu animieren, etwa durch das Angebot eines Gutscheins etwa für eine Produktprobe oder über einen bestimmten Betrag oder einfach, in dem man ihnen den Mund wässrig macht. Andererseits wird dieses Objekt zwar erst seit dem 17. Februar von Angela Boss, ihrem Bruder Reneé und Andreas Meßmer betrieben, aber sie haben ein Café mit vielen Stammgästen übernommen, wenn es auch nach dem Tode des Vorbesitzers vier Monate lang leerstand. Und wenn man viele Stammgäste hat, kann und sollte man sich darauf konzentrieren, diese zu halten und per Mundpropaganda neue Gäste zu gewinnen.

Das "Café am Markt" zeigt auch, daß die viel beschworene Rivalität zwischen gewerblichen Gastronomen und der Vereinsgastronomie nicht als "Schwarzgastronomie" beschimpft werden muß, was ja ohnehin wenig hilft. Stattdessen kooperiert das Café am Markt mit dem Förderverein Wildbad Alt Garge e.V. bei der Organisation eines Festes und stellt die eigene Website sogar für deren Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag über "Gemeinnuetzige Aktivitaeten der Gastronomie" vom 26. Juni 2004.

Besonders lobenswert, da sehr selten auf Gastronomie-Websites vorhanden, ist auch ein eigener Bereich für die Presse.