Mittwoch, Oktober 06, 2004

Buchverlage im Internet - was Publikumsverlage ihren Businesszielgruppen bieten.

Frankfurt Buchmesse - LogoIn einem Vortrag yum Thema "Buchverlage im Internet - was Publikumsverlage ihren Businesszielgruppen bieten" stellten Klaus Eck (Inhaber econcon) und Ehrhardt F. Heinold (Geschäftsführer der Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung GmbH) die Ergebnisse einer aktuellen Studie vor. Demnach versorgen deutschsprachige Publikumsverlage ihre Businesskunden online nur unzureichend. Sie geben Händlern, Lehrern, Lizenznehmern und Journalisten nicht die Unterstützung, die sie brauchen. Unter den zwölf analysierten Websites von großen Publikumsverlagen (dtv, Beck, Dromer Knaur, Diogenes, DVA, Fischer, Hanser, Piper, Random House, Rowohlt, Suhrkamp und Ullstein) schnitt der dtv mit Abstand vor diogenes und Random House am besten ab. Die Fortschritte seien seit einer ersten Studie im Jahre 1997 erkennbar gewesen, zudem würden viele Verlage sich zur Zeit um eine Besserung bemühen.

Untersucht worden ist, ob die Verlage auf ihren Websites die vier Business-Zielgruppen Buchhandel, Presse, Lehrende und Lizenzpartner in ihrem Workflow unterstützen. Buchhändler benötigten schnelle Informationen, wobei aktuelle Informationen hervorgehoben werden sollten, einen Newsletter und Daten, die in Dokumente des Handels (etwa Prospekte) übernommen werden könnten.

Die Presse sei von entscheidender Bedeutung für das Buchmarketing. Doch nur 58% aller Websites böten Kontaktdaten oder eine Möglichkeit, Rezensionsexemplare zu bestellen, und gar nur 42% Pressemeldungen und die Möglichkeit, Buchcover herunterzuladen.

Für Lehrer böte der dtv mit einem eigenen Lehrerportal (geschlossene Benutzergruppe) eine Lösung, an der sich andere ein Beispiel nehmen könnten. Die Studie kann bei Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung GmbH bestellt werden.