Dienstag, Oktober 12, 2004

Die Vergabe des Literatur-Nobelpreises sorgt fuer Aufregung.

Frankfurt Buchmesse - LogoDie Vergabe des Nobelpreises für Literatur an Elfriede Elinek hat wohl alle überrascht. Selbst die Verlage, die Werke dieser Autorin herausgeben, haben damit nicht gerechnet und aktualisierten eilig ihre Stände und Websites.

Ganz besonders Dr. Wolfram Göbel lief diese Preisvergabe wie Öl herunter. Sein Verlag Buch & Media hatte im Jahre 2000 einen Band mit frühen Gedichten aus den Jahren 1966 bis 1968 ("ende") neu veröffentlicht und zwar im Print on Demand-Verfahren.

Cover ende von Elfriede Jelinek


Nun sollte man ohnehin dem Druckverfahren keinerlei Aussagekraft über die Qualität eines Werkes beimessen. In den Augen mancher Zeitgenossen werden jedoch den im Print on Demand-Verfahren hergestellten Bücher noch immer eine mindere Qualität beigemessen, vermutlich weil auch viele Selbstverlege dieses Verfahren wählen, denen es gelegentlich an einer verlegerischer Auswahl und einem Lektorat mangelt.

Beim Print-on-Demand-Verfahren werden Bücher erst gedruckt und gebunden, nachdem eine Bestellung eingegangen ist. Ein Anbieter ist Books on Demand.