Mittwoch, Oktober 20, 2004

Keine Gruende fuer den Fortbestand des Kuendigungsschutzes.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung der Bundesagentur für Arbeit ("Arbeitsmarkt-Reformen: Betriebe reagieren kaum auf Änderungen beim Kündigungsschutz" (PDF, 285 KB) von Thomas K. Bauer, Stefan Bender und Holger Bonin, IAB Kurzbericht Nr. 15 / 2004) belegt,
  • der Kündigungsschutz stört die marktkonforme Beschäftigungsstruktur, indem beispielsweise mehr Beschäftigte auf Teilzeitbasis, befristet oder im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses eingestellt werden und dafür weniger Vollzeitbeschäftigte,
  • die Reform des Kündingsschutzes im Jahre 1996 (Anhebung der Grenze von 5 auf 10 Mitarbeiter), die 1999 von der rotgrünen Bundesregierung zurückgenommen worden ist, hat nicht zu mehr Entlassungen geführt. Maßgebend für Abgänge und Einstellungen in den Betrieben sei allein die Konjunkturlage gewesen.
Damit entfällt meines Erachtens jede sachliche Begründung für den Fortbestand dieses Markteingriffs in Form des Kündigungsschutzes.