Sonntag, Oktober 31, 2004

Konsumverhalten von Einheimischen und Touristen in Gaststaetten Suedtirols.

Der Südtiroler Hotel- und Verband e.V. hat eine Studie zum Konsumverhalten von Einheimischen und Gästen in Südtirol (PPT) vorgestellt. In 700 ausführlichen Interviews (500 Einheimische, 200 Gäste) wurde nach Vorlieben in Gastbetrieben, Anzahl der Besuche, Kriterien für die Auswahl, Vorteile und Nachteile gefragt. In einer Notenskala konnte zudem die Leistung der heimischen Gastronomie bewertet werden.

Die Studie fragte auch nach den wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Gastbetriebes. Der Sauberkeit im Lokal messen die Befragten die größte Bedeutung bei sowohl in einer Bar als auch in einem Gastbetrieb. Für die Restaurants folgen dann als Auswahlkriterium die Qualität der Küche und freundliche und sympathische Mitarbeiter. In Bars folgen auf den zweiten Platz freundliche und sympathische Mitarbeiter und auf Platz drei ein stimmiges Preis-/Leistungsverhältnis. Diese Ergebnisse überraschen wenig; sie stimmen mit anderen Umfragen überein. Siehe dazu "Kunden- bzw. Gästezufriedenheit in der Gastronomie".

Die Studie fragte auch, ob der Gast ein Rauchverbot im Lokal schätzen würde. Die Befragten differenzierten zwischen Speiselokalen und Bars. 80,7 Prozent sind für ein generelles Rauchverbot in den Restaurants (12 Prozent dagegen) und 70 Prozent für ein Rauchverbot in Bars. Dieses Ergebnis überrascht mich. Zumindest ist es kaum kompatibel mit der sehr geringen Anzahl von Nichtrauchergaststätten in Deutschland (unterstellt die Ergebnisse in Suedtirol seien auf Deutschland uebertragbar). Siehe dazu eine Datenbank Rauchfreie Gastronomie von Nichtraucher.org.

Untersucht wurde auch das gastronomische Angebot. 80,7 Prozent beurteilen es als zeitgemäß, 12,7 Prozent als veraltet und 6,6 Prozent als zukunftsweisend. Gefragt wurde auch nach den Ausgaben der Einheimischen und von Touristen pro Monat in der Gastronomie. Die durchschnittliche Ausgabe pro Monat für Restaurantbesuche wird mit 133 Euro beziffert. Frauen geben etwas weniger aus als Männer (122 Euro zu 153 Euro).