Samstag, November 20, 2004

Basler Kueche.

Jeder noch so enge Kulturraum verfügt zumindest teilweise über eigene Koch- und Esstraditionen, häufig durchwachsen von Einflüssen des größeren Gebietes, in das er eingebettet ist oder auch aus anderen ethnischen Küchen, z.B. der klassischen französischen Küche.

Die Küchen unserer Zeit werden von zwei gegenläufigen Trends geprägt:
  • Globalisierung / Internationalsierung: Verwendung von Zutaten, die früher nicht verfügbar gewesen sind (z.B. Zitronengras, Straußenfleisch), neue Zubereitungstechniken (z.B. der japanischen Küche) bis hin zu einer Fusion unterschiedlicher Esskulturen in einem Gericht (Fusion).
  • Rückbesinnung auf Regionales und Authentisches. Stichworte: Slow Food, biologische Produkte, Bezug von regionalen Erzeugern, Revitalisierung überkommener Zutaten wie z.B. Bärlauch, Schwarzwurzeln, Wildpflanzen, aber auch Rückbesinnung auf kulturelle Werte etwa der koscheren Küche.
Die Website Basler Küche versucht diesen Trend zur Regioanalisierung zu beleuchten und für das Marketing ortsansässiger Restaurants zu nutzen, auch wenn es vielleicht keine typische Basler Küche gibt:
"Den Lummelbraten gibt es auch im Badischen, das Sauerkraut kommt wohl aus dem Elsass, die 'Läberli nach Riehener Art' gleichen stark einem deutschen Gericht namens 'Leber nach Berliner Art' - und selbst die angeblich so einzigartigen Leckerli haben viele Lebkuchen-Vettern in ganz Europa."
Nicht verpassen sollten Sie die Sammlung von Geschichten aus 1000 Jahren Basler Gastronomie.