Sonntag, November 21, 2004

Bookcrossing bei Panera.

Im Juni 2003 habe ich erklärt, warum Gaststätten für Bookcrossing besonders geeignet sind und natürlich auch, was Bookscrossing überhaupt ist. Später hat eine nette Studentin im Rahmen einer universitären Veranstaltung sogar ein Business-Konzept "Gründungskonzept Literatur-Bistro Book-Crossing Center" (PDF) entwickelt und uns zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Jetzt hat die Bäckerei-Café-Kette Panera Bread Co. in Iowa sogenannte OBCZs (Official BookCrossing Zones) in ihren Filialen eingerichtet, also von den Betreibern der Website Bookcrossing.com authorisierte Zonen, in denen Bücher getauscht werden können.

In sechs Filialen hatte man zuvor 600 Bücher "ausgesetzt". Die Kunden haben positiv reagiert und nachgefragt, ob sich weitere Läden beteiligen würden. Nunmehr haben alle 13 Filialen in Iowa OBCZs. Diese Zonen laden mit bequemen Ledersesseln zum Verweilen und Lesen ein und natürlich auch dazu, einen Kaffee zu trinken. Kinder bekommen Bagel-Lesezeichen, um sie zum Lesen zu animieren. Für jedes gelesene Buch malen die Kinder einen Bagel in das Lesezeichen und wenn es voll ist, gibt es dafür einen kostenlosen Bagel.

Panera will solche Zonen nunmehr auch in ihren 20 New Yorker Filialen einirichten. (Quelle: Bookcrossing Newsletter).

Panera Bread & Co. wurde 1981 gegründet, ist an der NASDAQ gelistet und und betreibt heute 669 Bäckerei-Cafés in 35 Staaten der USA. 197 dieser Filialen werden selbst bewirtschaft, 472 von Franchise-Nehmern. Allein in diesem Jahr werden 145 neue Läden eröffnet. Die Backwaren werden handwerklich hergestellt. Panera Brot Bäckerei-Cafés demonstrieren in ihren Filialen das Handwerk des Brotbackens. Neben Sandwiches, die nach der Bestellung frisch belegt werden, gibt es Salate und Suppen in Brottassen. Dem Trend nach Spezialbroten wird Rechnung getragen.

Nach einem Bericht des Wall Street Journals besitzt Panera Bread den höchsten Grad der Kundenbindung aller "quick-casual restaurants", ermittelt von TNS Intersearch. Zudem konnte man bei Restaurant-Wettbewerben zahlreiche Preise absahnen.