Freitag, November 12, 2004

Lebhafte Nachfrage befluegelte das Messegeschaeft.

Log Brau Beviale 2004 in NürnbergMit rund 37.000 Besuchern (2003: 37.908*) an den Messeständen der 1.477* Aussteller (2003: 1.420*) schreibt die Brau Beviale auch 2004 ihre Erfolgsstory fort. Trotz kühler Außentemperaturen ging es vom 10. bis 12. November im Messezentrum Nürnberg heiß her. Die in diesem Jahr wichtigste Fachmesse für Entscheider in der europäischen Getränkeindustrie präsentierte ein umfassendes Angebot rund um Getränke-Rohstoffe, -Technologien, -Logistik und -Marketing. Das Fachbesucher-Lob klingt überzeugend: Über 98 % sind mit dem Messeangebot zufrieden.

"Die Großen waren komplett da", hieß es u. a. an den Messeständen der führenden deutschen Getränketechnik-Hersteller; und man meinte damit natürlich die Einkäufer der internationalen Getränkekonzerne. Gute Stimmung auch im Rohstoffbereich: Stephan J. Barth, Geschäftsführender Gesellschafter des weltweit bedeutendsten Hopfenhandelshauses Joh. Barth & Sohn, Nürnberg:
"Für uns ist die BRAU Beviale eine der effektivsten und kostengünstigsten Messen; einfach eine fantastische Plattform, auch um Innovationen wie PHA-Produkte (Pure Hop Aroma) einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren."
Bei solch hoher Ausstellerzufriedenheit fällt das Veranstalter-Resümee rundum positiv aus. Walter Hufnagel, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse:
"Die Messe 2004 war glanzvolles Finale von drei aufeinander folgenden BRAU Beviale-Jahren in Nürnberg. Wir alle haben dieses Branchenfest genossen und freuen uns schon auf die BRAU Beviale 2006."
38 % der Aussteller (2003:37 %) und gut ein Viertel der Besucher (2003: 24 %) reisten aus dem Ausland an. Italien stellte mit 73 Unternehmen vor Österreich (61) und Großbritannien (60) die größte internationale Aussteller-Beteiligung. Zahlreicher Fachbesuch kam aus Tschechien, Österreich und Italien nach Nürnberg. Getränkespezialisten aus den Ländern Mittelost- und Osteuropas entdeckten die BRAU Beviale bereits lange vor der EU-Erweiterung für sich. Rund 4.000 Fachleute u. a. aus Tschechien, Polen, Ungarn, der Slowakei oder Russland nutzten auch diesmal den Nürnberger Branchentreff, um sich am internationalen Standard zu orientieren.

Erstmals erstrahlte der European Beer Star auf der BRAU Beviale 2004. Auf Initiative der Association of Small and Independent Breweries of Europe unterwarfen sich fast 300 Spezialbiere aus Europa und den USA dem strengen Fachurteil der Degustatoren. An die Besten in 18 Kategorien ging der begehrte European Beer Star. Consumers Favorites - von den Fachbesuchern der BRAU Beviale am ersten Messetag gekürt - sind das Hefeweizen der Ottenbräu, Abensberg, vor Goldköpfle der Brauerei Hoepfner, Karlsruhe, und Ur-Saalfelder des Bürgerlichen Brauhauses Saalfeld.

Als klassische Investitionsgütermesse widerspiegelt die BRAU Beviale Entwicklungen auf den internationalen Getränkemärkten. Die Weltbiererzeugung (Hopsteiner) stieg 2003 um rund drei Prozent auf ca. 1,49 Mrd. hl. Für 2004 wird ein Wachstum von 3,3 % auf 1,54 Mrd. hl prognostiziert. Mit 104,5 Mio. hl (-1 %) liegt Deutschland nach China, das auch 2004 kräftig zulegen wird (+9 %), und den USA weltweit auf Platz drei der Brauernationen. Es spricht für Qualität und Quantität der mittelständischen Brauwirtschaft, wenn im 2003er Ranking der größten Brauereien der Welt (Barth-Bericht 2003/2004) Deutschland das erste Mal auf Platz 33 auftaucht. Jeder Deutsche ließ sich laut Ifo-Institut München vergangenes Jahr 117,5 l Bier schmecken. Damit lag der Bierkonsum im Jahrhundertsommer 3 % unter dem des Jahres 2002.

Gewinner des heißen Sommers 2003 waren ganz eindeutig die alkoholfreien Getränke. 291,4 l Wässer, Erfrischungsgetränke bzw. Fruchtsäfte rannen durchschnittlich durch deutsche Kehlen. Das sind immerhin fast 20 l oder gut 7 % mehr als im Vorjahr. Absolute Gewinner sind die Wässer. Fast 135 l trank jeder Deutsche, ein sattes Plus von rund 14 %. Auf dem europäischen Markt ist Deutschland Spitzenreiter beim AFG-Konsum, so die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, Deutschland. Platz zwei teilen sich Belgien und Luxemburg - dicht gefolgt von der Schweiz. Was den Konsum der Erfrischungsgetränke angeht, liegt Deutschland nur im Mittelfeld. Hier führt Irland mit 168 Litern. Beim Wasserkonsum nimmt Italien mit 174 Litern die führende Rolle ein. Dafür sind die Deutschen mit einem Konsum von 42 Litern wiederum die Safttrinker Nummer Eins.

Nach turnusgemäßer Pause 2005 findet die BRAU Beviale 2006 vom 15. bis 17. November im Messezentrum Nürnberg statt. (Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).