Freitag, November 26, 2004

Migrationsstudien.

Weitgehend unbemerkt von der breiten nichtwissenschaftlichen Öffentlichkeit wird in Bamberg seit Jahren rund um die Probleme geforscht, die immer mehr in den Mittelpunkt auch des publizistischen und (tages-)politischen Interesses rücken. Siehe etwa: "Der Kronzeuge und die Gutmenschen", in: Spiegel vom 26. November 2004, und "In Deutschland brach eine heftige Multikulti-Debatte aus", in: Nachrichten.at vom 24. November 2004.

Das Europäische Forum für Migrationsstudien (efms) ist ein wissenschaftliches Institut an der Universität Bamberg. Seine Aufgaben umfassen Forschung, Dokumentation, Beratung und andere Services sowie Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Migration, Integration und Migrationspolitik in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa. Für den Sachverständigenrat für Zuwanderung und Integration wurde der Migrationsbericht 2004 ausgearbeitet, wie zuvor schon die Migrationsberichte seit 1999.

Von einem der beiden Leiter des efms, Prof. Dr. Friedrich Heckmann, stammt auch das bereits 1992 veröffentlichte Standardwerk zum Thema "Ethnische Minderheiten, Volk und Nation: Soziologie inter-ethnischer Beziehungen". Eigentlich sind 12 Jahre Zeit genug für unsere Politiker, solche Bücher zu lesen. Mein Tipp: Weniger Talk-Show-Geschwätz und mehr Lektüre!

Hinweisen möchte ich auch auf den Artikel "Wodka steigert den Flirtfaktor", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung, über die Loxstedter Disco Fortuna, die nach eigenen Worten "heißeste russische Partyinsel in Norddeutschland", die von russischstämmigen Deutschen für russischstämmige Deutschen betrieben wird.

Siehe dazu auch einen älteren Beitrag von mir über die Integrationsleistung des Gastgewerbes.