Sonntag, Januar 23, 2005

HOGA 2005: Eroeffnungsansprache des bayerischen Wirtschaftsministers.

Logo HOGA 2005 in NürnbergDie Hoga 2005 in Nürnberg wurde am 23. Januar 2005 eröffnet vom Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Dr. Otto Wiesheu.

In seiner Ansprache lobte der Minister die neue Messekonzeption und den turnusmäßigen Wechsel zwischen den Messeplätzen München und Nürnberg. Die Hoga genieße dank der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH Nürnberg einen exzellenten Ruf, überzeuge durch hohe Kontaktfrequenz und Reichweite und sei zu Recht Bayerns Branchenereignis Nummer 1.

Das bayerische Gastgewerbe stehe im Gastgewerbe weltweit für Qualität. Es setze seit Jahren gezielt auf Maßnahmen zur Qualitätssicherung z.B.
  • Hotelklassifizierung: Mit insgesamt rund 1.800 klassifizierten Betrieen sei Bayern die Nummer 1 in Deutschland.
  • G-Klassifizierung: Für Gasthöfe, Gasthäuser und Pensionen ab 9 Betten bis 20 Zimmer habe der BHG die "G-Klassifizierung" entwickelt, die bundesweit einheitlich in diesem Jahr eingeführt werde. Sie helfe kleinen Häusern, die Transparenz gegenüber dem Gast zu erhöhen und eine 1 bis 4-Sterne-Klassifizierung gemäß ihrer Leistung zu erhalten, ohne sich mit den Standards großer Hotels messen zu müssen.
  • Berufliche Bildung und Weiterbildung: Der BHG habe zahlreiche Maßnahmen initiiert, die den hohen Qualitätsanspruch der Branche auch künftig sichern, z.B. den Bayerischen Wirtschaftsbrief.
Positive Entwicklung von Tourismus und Gastgewerbe in Bayern

Bayern habe, so der Minister, seine Position als führendes deutsches Tourismusland ausgebaut:
  • Mit rund 22,8 Millionen Ankünften und rund 70 Millionen Übernachtungen habe der Tourismus in Bayern ein gutes Jahresergebnis erzielt.
  • Im Vergleich zu 2003 seien die Gästeankünfte um 4% deutlich gestiegen; die Übernachtungen mit plus 0,3% stabil geblieben.
Motor der Positiventwicklung sei das Ausland mit einem Gästezuwachs von 11% und einem Übernachtungsplus von 11,1% in den Monaten Januar bis November 2004. Die Inlandsnachfrage habe sich konsolidiert (Ankünfte: +2,5%, Übernachtungen: -1,3%).

Im bayerischen Gastgewerbe sei eine Erholung eingetreten, Aufwärtstendenzen zeichneten sich ab:
  • Das Beherbergungsgewerbe profitiere von den Zuwächsen im Tourismus und habe in den ersten elf Monaten des Jahres 2004 stabile Geschäftsergebnisse erzielt.
  • Auch die Situation des Gaststättengewerbes habe ich sich erholt (Umsatzentwicklung: nominal +0,5%, real: -0,3%).
Die Stimmung im Gastgewerbe habe sich nach drei schwierigen Jahren aufgehellt; die Erwartungen für 2005 seien optimistisch.

Fit für die Zukunft: Bayern setzt auf Qualität

Qualitätssicherung und -ausbau seien vorrangige Ziele der bayerischen Tourismuspolitik. Deshalb habe das Wirtschaftsministerium Qualitätsoffensiven in Modellregionen (Altmühltahl, Ciemgau, Freyung-Grafenau, Frankenwald, Oberallgäu) durchgeführt finanziell unterstützt. Weitere Projekte zur Qualitätsverbesserung seien
  • Qualitätsoffensive für Tourist-Informationen in Oberbayern zur Weiterbildung und Zertifizierung von Tourist-Informationen. Der Tourismusverband Franken sei damit zum 1. Januar 2005 gestartet.
  • Modellprojekt Ostbayern "Qualitätsmanagement im Tourismus" mit Schulung regianaler Qualitätsmanager, die z.B. bei der Angebotsgestaltung beraten sowie Tipps zur Verbesserung der Servicequalität, Personalentwicklung und Mitarbeiterqualifizierung geben.
  • "Qualitätsoffensive zur touristischen Stärkung der Gesundheitsregin Kneippland Unterallgäu".
  • Grenzüberschreitende Qualitäts- und Marketingoffensive "Alpine Gastlichkeit". In Bayern, Salzburg und Tirol werden rund 350 Tourist-Informationen, Privatzimmervermieter und Kleingewerbetreibende (bis 40 Betten) integriert.
  • Qualitätssiegel für wanderfreundliche Gastgeber. In Kooperation mit BHG und Deutschem Wanderverband habe die BayTM das Gütesiegel "Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland in Bayern" realisiert. Das Qualitätssiegel wird an Betriebe verliehen, die sich spezielll auf die Bedürfnisse der Wanderer eingestellt haben.
Die Vorbereitung auf die Großereignisse Nordische Ski-WM 2005 in Oberstdorf und die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 liefen auf Hochtouren:
  • Die BayTM habe ide Marke "Fußball-Land Bayern" ins Leben gerufen.
  • Der BHG habe einen Ratgeber "Andere Länder - andere Sitten" für Hoteliers, Gastronomen und Touristiker entwickelt. Er bereite auf spezifische Anforderungen der internationalen Gäste vor.