Mittwoch, Januar 26, 2005

HOGA-Schlussbericht: Aufbruchstimmung im Gastgewerbe.

Logo HOGA 2005 in NürnbergNürnberg - Mit einem ihrer besten Ergebnisse ging die vom 23. bis 26. Januar 2005 zum 24. Mal durchgeführte HOGA - Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in Nürnberg zu Ende. Trotz der teilweise heftigen Schneefälle im Einzugsgebiet der Messe kamen fast 34.000 Besucher nach Nürnberg, um sich über die neusten Trends und Innovationen für die Betriebe des Gastgewerbes zu informieren und auch einzukaufen.

Als erste Branchenfachmesse des Jahres hatte die HOGA die Funktion eines Stimmungs- und Trendbarometers. Der erfreuliche Jahresabschluss, die Trendwende bei den Tourismus- und Übernachtungszahlen und die vor der Tür stehenden Megaereignisse in Bayern haben den Informationsbedarf und die Dispositionsfreude bei den Betrieben des Gastgewerbes in allen Sparten stimuliert. Dies spiegelte sich an allen vier Tagen an der guten Stimmung bei den Ausstellern und Fachbesuchern wider.

Viele Betriebe wollen und müssen investieren und suchen nach Wegen und eigenständigen Konzepten und Ideen, um im harten Wettbewerb zu bestehen und um sich von den Mitbewerbern abzugrenzen. Dazu lieferte die HOGA mit ihrem breiten fachlichen Angebot und anspruchsvollen ideellen Bereichen eine Fülle von Anregungen. Außerdem werden jetzt die Weichen für die Großereignisse der nächsten Zeit gestellt und in vielen Betrieben steht eine Renovierungswelle an.

HOGA im bundesweiten Vergleich Spitze

"Unser Konzept, für das Gastgewerbe nicht nur eine reine Produktschau, sondern eine ganzheitliche Branchenpräsentation zu inszenieren, ist voll aufgegangen", so AFAG-Geschäftsführer Heiko Könicke zum erfolgreichen Verlauf der Gastronomie-Fachmesse HOGA, bei der rund 450 Aussteller auf 40.000 qm Bruttofläche ihre Angebote und Neuheiten vorstellten. "Die HOGA hat sich im bundesweiten Vergleich einen festen Platz in der Spitzengruppe erobert und dank der hervorragenden Messebilanz 2005 ist das Interesse für die nächste HOGA 2006 in München (23. - 26. April) bereits jetzt sehr groß. Viele Firmen, die zur Premiere in München noch nicht als Aussteller dabei waren, haben sich als Besucher in Nürnberg über die vielfältigen Möglichkeiten der Fachmesse für das Gastgewerbe informiert und bereits ihr Interesse an der Veranstaltung in München bekundet".

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband BHG sieht in der HOGA das überragende Fachforum der Branche, das seit 2004 im jährlichen Turnus zwischen Nürnberg und München stattfindet. "Wir brauchen diese Messe und diesen Optimismus für die Orientierung und Erneuerung unserer Betriebe und die Motivation der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter", so BHG-Präsident Ludwig Hagn. Dr. Gerhard Engelmann, Geschäftsführer des BHG Mittelfranken, hob in seinem Fazit hervor, dass die HOGA nicht nur mit einer hohen fachlichen Qualität und einer kompakten und klar gegliederten Präsentation überzeugte. Das Fachpublikum war besonders vom Flair der Messe und der aktiven Einbindung nahezu aller Berufe des Gastgewerbes angetan. Dazu haben auch die hochkarätigen Wettbewerbe und sehenswerten Event- und Aktionsbereiche beigetragen, wie man sie nur auf der HOGA erleben kann", so Dr. Engelmann.

Einer dieser HOGA-Events war erneut der Wettbewerb "Der gedeckte Tisch ? zwischen Trend und Tradition". Den Sonderpreis "Avantgarde" vergab eine Prominenten-Jury an die Hotelfachschule Pegnitz, die bei ihrer Gestaltung einer festlich gedeckten Tafel das Thema "Zeit" kreativ in Szene setzte. Große Preise gingen an das Grand Hotel Pupp in Karlsbad, die Staatliche Berufsfachschule Wiesau, den Landgasthof Lindner-Grube in Zirndorf-Lind, Hotel Rangau in Zirndorf und die Hotelfachschule Pegnitz.

Beste FOOD SPECIAL aller Zeiten

Die im Rahmen der HOGA an zwei Tagen vom Service Bund Bayern veranstaltete FOOD SPECIAL - Fachbörse für Food & Beverage sowie Convenience-Produkte, konnte sogar ihr bestes Ergebnis seit Beginn der Veranstaltung verbuchen. "Das Motto 'Mehr Erlebnis - mehr Ergebnis' wurde praxisnah und anhand vieler konkreter Beispiele vermittelt und fand bei den Besuchern eine große Akzeptanz", so Johannes Fuchs vom Service-Bund. Die 124 Aussteller präsentierten in Nürnberg auch viele brandneue Food-Ideen, die auf großes Interesse stießen und eine rege Ordertätigkeit zur Folge hatten. Lob gab es für die Top-Organisation dieser Foodpräsentation und das begleitende Rahmenprogramm, bei dem u.a. auch Spitzenköche wie Hans Haas vom Gourmet-Tempel Tantris in München eigene Erfahrungen und Food-Konzepte an die Besucher weitergaben. Einhelliger Tenor der Aussteller: "Wir sind beim nächsten Mal wieder dabei".

Hohe Zufriedenheit bei Ausstellern

In der am letzten Messetag durchgeführten Befragung zeigte sich der Großteil der Aussteller mit den geschäftlichen Ergebnissen sehr zufrieden. Mit "sehr gut" und "gut" bewerteten 48% die Geschäfte, 36% waren zufrieden und 12% waren weniger zufrieden. Für 86% habe sich die Erwartungen erfüllt oder zumindest teilweise erfüllt, bei 4% wurden sie sogar übertroffen. Die HOGA-Besucher waren zu 43% langjährige Kunden und zu 73% neue Interessenten und Kontakte (Mehrfachnennungen möglich).

Nachstehend einige Stimmen von HOGA-Ausstellern aus unterschiedlichen Angebotsbereichen:

Firma WMF, Jochen Rau, Verkaufsleiter Deutschland-Süd: "Wir hatten an allen Tagen eine sehr gute Frequenz auf unserem Stand und sind mit den Zahlen sehr zufrieden. Das Publikum war sehr gut. Für uns ist die Messe in Nürnberg ein idealer Standort, um vor allem die Region Nordbayern intensiv zu bearbeiten".

Firma Coffema, Thomas Fink, Vertriebsdirektor: "Sowohl die Quantität als auch die Qualität der HOGA-Besucher hat gestimmt. Wir erreichten ein sehr gutes Ergebnis, wobei wir auch noch ein sehr starkes Nachgeschäft erwarten. Kaffee ist derzeit in und wir profitieren mit unseren Profi-Kaffeemaschinen von diesem Trend. Immer mehr Gastronomen erkennen, dass sie ihren Kunden die neuesten Kaffeespezialitäten anbieten müssen, weil dies der Kunde verlangt. Auf der HOGA konnten wir deshalb viele Neuinvestitionen verzeichnen".

BeGa Vertriebs GmbH, Jörg Beißer, Geschäftsführer: "Für uns als Spezialist für Einrichtungen lief die HOGA deutlich besser als vor zwei Jahren. Der frühe Termin im Januar war für uns ein großer Vorteil. Wir hatten schon am Sonntag den besten Verkaufstag seit Jahren und auch am letzten Tag kamen nochmals interessante Kunden, u.a. aus oberbayerischen Betrieben. Besonders erfreulich: auf der HOGA konnten wir einige ganz neue Projekte abschließen. Die zunehmende Investitionsbereitschaft ist deutlich spürbar".

Firma Burkhof, Herbert Schöll, Verkaufseiter Nordbayern: "Wir hatten vor der HOGA gemischte Gefühle, was den Erfolg angeht. Aber schon der Sonntag als erster Tag war überraschend gut, wir hatten Superkontakte zu bestehenden und neuen Kunden, der Umsatz und die Menge der direkt abgeschlossenen Aufträge sind besser als zur letzten HOGA 2003".

Firma Lavazza, Markus Dechand, KeyAccount Leiter Gastronomie Nordbayern: "Unser Geschäft war wie 2003, wir hatten gute Kontakte zu Kunden und konnten unsere Produktneuheiten gut vermitteln. Positiv haben wir festgestellt, dass wir viele neue Kontakte aus Baden-Württemberg bekommen haben."

Firma Nestle Schöller, Armin Häusler: "Die viel zitierte Aufbruchstimmung in der Gastronomie war für uns am Stand feststellbar. Unsere Kontakte und Verkäufe waren sehr, sehr gut, das Ergebnis von vor 2 Jahren hatten wir schon am dritten Tag übertroffen. Zusammengefasst kann man sagen - es waren die richtigen Besucher da! Die neu präsentierte Mövenpick-Range mit der Eis-Creation des Sommers Buttermilch, Maracuja, Orange war stark gefragt und kam doppelt so gut bei den Fachbesuchern an, als das Eis des Jahres 2003".

Firma Rational, Sven Stiegler, Verkaufsleiter: "Unser in Nürnberg erstmals gezeigtes Self-Cooking-Center kam sehr gut beim Fachpublikum an. Durch die kompakte Bauweise und einfache Bedienung dieses Centers konnten wir viele neue Kunden und neue Märkte wie Ganztagsschulen, Kioske und Metzgereifilialen gewinnen. Im Vergleich zu 2003 können wir ca. 20% mehr Kontakte verbuchen - die HOGA Nürnberg war ein voller Erfolg für uns."

"Internationale Kochkunstschau" begeisterte

Zu den ideellen Highlights der HOGA gehörte zweifelsohne die "Internationale Kochkunstschau". Deren Leiter Ernst Fassnacht von der Berufsschule 3 in Nürnberg lobte die Qualität der ausgestellten Arbeiten, wobei der Circle du cuisine aus Bern, eine Vereinigung von Küchenchefs, am meisten beeindruckte und mit drei Großen Preisen und einer Goldmedaille die Heimreise antreten durfte. Einen großen Erfolg verbuchte auch der Verein Nürnberger Köche 1895 e.V. mit vier Großen Preisen, 10 Goldmedaillen und 2 Silbermedaillen. Auch die Meistervereinigung Stuttgart überzeugte die Fachjury und wurde mit mehreren Großen Preisen und Goldmedaillen bedacht und am letzten Messetag setzte die Mannschaft aus Berlin-Brandenburg mit ihren Schauplatten und Tellergerichten zum Abschluss ein weiteres kulinarisches Glanzlicht, das die Jury mit mehreren Großen Preisen in Gold honorierte. Neben Teams aus Italien und Österreich nahmen auch erstmals vier Teams aus Tschechien mit Erfolg an der Kochkunstschau teil.

HOGA-Jugendpokal ging an die Berufsschule München

Bei den bayerischen Jugendmannschaftsmeisterschaften der Berufsschulen um den HOGA-Jugend-Pokal 2005 in den gastronomischen Ausbildungsberufen holte sich die Berufsschule München den Tagessieg und den Gesamtsieg vor den Berufsschulen Nürnberg und Regensburg. Den HOGA-Jugendwettbewerb der Konditoren gewann die Berufsschule Würzburg vor Nürnberg und Straubing. (Pressemitteilung der AFAG).