Sonntag, Januar 16, 2005

Mensatest.

Unicum, eine Zeitschrift für Studenten, hat eine Umfrage abgeschlossen, welches die beste Mensa in Deutschland sei: "Mensatest".

21.403 Studierende haben teilgenommen. Die Mensa in Vechta wurde zur Mensa des Jahres 2004 gekürt - als beste Mensa in der Gesamtwertung und Sieger in der Kategorie "Service". Insgesamt wurden 158 Mensen bewertet (Zeitraum: Oktober bis Dezember 2004). Berücksichtigt wurden nur Mensen, die mindestens 50 Teilnehmer hatten. Bewertet wurde in den Kategorien
  • Wartezeit,
  • Auswahl,
  • Service,
  • Atmosphäre,
  • Geschmack
Es wurde auch eine Gesamtbewertung gebildet und bis zu 5 Tabletts vergeben (1 Tablett = mensa non grata, 5 Tabletts = mensa cum laude).

Sieger der Kategorien sind:
  • Geschmack: "Mensa Süd" des Studentenwerks Rostock
  • Auswahl: "Mensa Süd" des Studentenwerks Rostock
  • Service: "Mensa Vechta" des Studentenwerks Osnabrück
  • Wartezeit: "Geo-Mensa" des Studentenwerks Trier
  • Atmosphäre: "Mensa Logenstraße" des Studentenwerks Frankfurt (Oder)
"Das gesamte Studentenwerk steht Kopf. Wir sind überglücklich, dass uns die Studierenden in so überwältigender Weise ihre Anerkennung ausgesprochen haben", beschreibt Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück (Vechta) die Stimmung ihrer Kollegen. Auch Gernot Tietze, Leiter der Wirtschaftsbetriebe, sieht das Mensakonzept mit frischen Produkten überwiegend aus biologischem Anbau und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung erneut bestätigt: Bereits 2002 ging die Mensa Vechta als Gesamtsieger aus dem Wettbewerb hervor. Grund zur Freude gibt es auch beim Vorjahressieger, dem Studentenwerk Rostock: Diesmal sind gleich zwei seiner Mensen ganz oben gelandet. Die Rostocker Studis sind sich einig: "Hier schmeckt es besser als in jedem Restaurant!" (Quelle: Pressemitteilung von Unicum).

Für Gastronomen, die in den Universitätsstädten mit den Mensen konkurrieren, ergeben sich daraus Hinweise auf Stärken und Schwächen der Wettbewerber, die man beim eigenen Angebot berücksichtigen sollte. So kann man bei Mensen, die bei der Wartezeit schlecht abschneiden, die eigenen Wartezeiten minimieren, evtl. sogar Garantien für schnelle Bedienung ausloben und in der Werbung auf die geringen Wartezeiten hinweisen. Von einer vergleichenden Werbung würde ich Restaurants indes aber abraten. Sie ist zwar seit einigen Jahren erlaubt; aber man sollte sich anders positionieren als Mensen und nicht zum Vergleich weiterer Kriterien provozieren, denn zumindest mit den subventionierten Preisen der Mensen kann man kaum mithalten.

In der Universitätsstadt Bamberg bieten einige Szene-Gaststätten in Uni-Nähe Speisen an, die sich preislich an den Preisen in der Mensa orientieren oder mit ihnen zu konkurrieren versuchen.
  • So bietet das Orlando von Montag bis Freitag ein "Abendmahl" für 3,00 Euro.
  • Das "Calimeros" bietet ein Mensabuffet für 4,20 Euro ("all you can eat") und von 17 bis 20 Uhr Pastagerichte zum halben Preis.
(Quelle: Bamberger Happy Hours von Georg Dembowski, einem Bamberger Studenten der Wirtschaftsinformatik).