Sonntag, Januar 30, 2005

Mord in Giesing.

Am Stand des Bayerischen Gastronomie-Reports wurde auf der HOGA 2005 in Nürnberg wurde der Mord in Giesing vorgestellt, der "erste Münchner Kneipen-Krimi", der am 5. November 2004 in der Zeit von 19.00 Uhr bis 2.00 Uhr aufgeführt worden ist.

"Murder Mystery"-Veranstaltungen in einzelnen Gaststätten oder anderen Locations, bei denen die Teilnehmer einen gespielten Mord aufklären dürfen, sind nichts Besonderes mehr. Die greene entertainment in München bot bereits im Jahre 2003 "Murder Mystery Dinner" in München, Nürnberg, Köln, Hannover und Hamburg an. In den USA sind sie seit vielen Jahren gang und gäbe, siehe z.B. eine Linksammlung in unserem Artikel über "Dinner-Theater".

Was ist das Besondere an "Mord in Giesing"? Man könnte es so ausdrücken, daß die Idee des Honky-Tonk-Festivals und der diversen Me-Toos, nämlich Live-Musik in diversen Kneipen anzubieten und Gäste zu locken, einige, wenn nicht sogar alle, Gaststätten an einem Abend zu besuchen, kombiniert wird mit der Idee einer solchen Murder-Mystery-Veranstaltung.

Beim "Mord in Giesing" konnten die Teilnehmer an 13 Tatorten Spuren, die der "Mörder" hinterlassen hatte, suchen. Hinweise und Indizien gibt es genug: Mal raunt der Barkeeper vertrauliche Informationen zu, mal gilt es, ein geheimnisvolles Dokument zu fidnen. Zur Ablenkung gibt's in jedem Lokal Veranstaltungen, die nicht nur die Herzen echter Krimi-Fans höher schlagen lassen: Lesungen, Konzerte, Kurzfilme, Tango, Movieoke und vieles mehr...

Die Presse ist jedenfalls aus dem Häuschen gewesen. Es handelt sich um ein attraktive Idee, einsetzbar für das Stadtmarketing oder als Marketingidee einer Gruppe von Gastronomen, wobei man Einzelhändler, Museen oder Bibliotheken usw. nicht ausschließen muß.

Finanziert wird eine solche Verantaltung durch Sponsoring und Eintrittserlöse (in Giesing z.B. 13 Euro pro Teilnehmer mit Eintrittsberechtigung zu allen 13 Veranstaltungsorten).