Freitag, Januar 14, 2005

Schwarzbuch Lidl.

Wie anderen Massenorgansiationen (Parteien, Kirchen) laufen und sterben auch der Gewerkschaft ver.di die Mitglieder scharenweise davon (siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes und die Auswirkungen in der Gastronomie") Da ist aggressives Krawall-Marketing gefragt. Nachdem man sich an Ryanair die Zähne ausgebissen hat (siehe unseren Beitrag "Unfair" vom 1. September 2004) zieht die Gewerkschaft Ver.di seit dem letzten Herbst gegen den Einzelhandels-Discounter Lidl in den Krieg.

Am 10. Dezember 2004 hat Ver.di ein Schwarzbuch Lidl vorgestellt. Der Autor Andreas Hamann und die Co-Autorin Gudrun Giese stellen im Schwarz-Buch Lidl den bislang geheimnisumwobenen Schwarz-Konzern, zu dem auch die Marke "Kaufland" gehört, mit seinen Machern vor und zeigen auf, wie Betriebsratsgründungen erfolgreich verhindert werden können. Mehr über dieses Buch.

Das öffentlich-rechtliche Krawall-Fernsehen ist sich auch nicht zu schade, um die verzweifelte Gewerkschaftskampagne zweitzuverwerten: "Lidl-Mitarbeiter klagen an", in: Frontal24.

Seit Dezember 2004 hat Ver.di ein "Schwarzbuch-Weblog" online gestellt (via MEX Blog).