Samstag, Januar 01, 2005

Splash Pages.

Man findet sie noch immer, auch auf den Websites gastronomischer Unternehmen. Beispiele zu nennen, verbietet mir meine Höflichkeit. Aber wenn Sie in Google nach "skip intro restaurant" suchen, bezichtigen sich solche Websites freiwillig dieses Vergehens.

Splash Pages sind Webseiten oder auch Flash-Intros (die saudumm-optimierte Variante), die, wenn man die URL einer Website aufruft, vor der eigentlichen Hauptseite erscheint und häufig nur ein Bild oder ein Logo zeigt. Warum man in der Regel auf solche Splash Pages verzichten sollte, erklärt Andy King in seinem Artikel "Sink the Splash Page", in: websiteoptimization.com. Splash Pages sind schlecht für das Ranking bei Suchmaschinen (zwar nicht unbedingt, aber meist wissen diejenigen, die Splash Pages einsetzen, nicht wie man Nachteile bei den Suchmaschinen vermeiden kann) und nerven die Besucher.

Die Idee von Splash Pages geht zurück auf den Webdesigner David Siegel, der mit seinem Buch "Killer Web Sites" am Ende des letzten Jahrtausends viele begeistert hat (auch mich). Er hat, neben vielem Nützlichen, auch die Idee propagiert, Besucher von Websites gewissermassen durch eine Website zu führen. Am Anfang in Form einer Folge von Seiten in die Site hineinzuziehen und am Ende des Besuchs durch eine Folge von Ausgangsseiten zu verabschieden.

Wer sich jemals mithilfe einer Software, die Logfiles auswertet, angeschaut hat, über welche Einstiegsseiten User Websites betreten und wieder verlassen, weiß, daß die Vorstellung, sie träten über die Homepage ein und verließen die Site über eine irgendwie gestaltete Ende- oder Log-Out-Seite oder -Sequenz völlig falsch ist. User finden - zumindest Websites, die tiefe Links zulassen - über Suchmaschinen und Links, die auf innere Seiten verweisen, genau dorthin, wo der Inhalt steht, von dem sie zurecht oder auch irrtümlich meinen, daß er sie interessiert. Anders ausgedrückt: Websites werden wie Fachbücher gelesen (selektiv und über das Inhaltsverzeichnis, den Index oder auch ein Durchblättern findet der Leser die Textstelle, die ihn interessiert), nicht aber wie Romane von vorne nach hinten.