Sonntag, Januar 30, 2005

Um kleine Brauereien mache ich mir keine Sorgen.

Über die Aussage von Michael Scherer, beim Kunden müsse erst mühsam die Erkenntnis entwickelt werden, dass Bier ein Qualitätsprodukt ist und kleine regionale Brauereien natürlich auch in der Lage seien, ein hochwertiges Produkt anzubieten (siehe "Zielgruppe junge Konsumenten: Neue Vielfalt bei Bier-Mixgetraenken"), habe ich mich köstlich amüsiert. Zumindest ist das Vergnügen größer gewesen als beim Konsum eines der Industriebiere, für die sich Herr Scherer so stark ins Zeug legt. Und das scheint nicht nur mir so zu gehen.

Wenn man z.B. in der Region Bamberg sich bei einem Getränkemarkt erkundigt und dort erfährt, daß von einem der vielbeworbenen "Marktführer" 2004 nur noch 50 Kisten abverkauft worden sind, also weniger als eine Kiste pro Woche, und von einem bestimmten Bamberger Pils über 60x mal soviel, braucht man sich um kleine, regionale Brauereien wahrlich keine Sorgen zu machen. Wenn einige Industriebierhersteller ihre Marken nicht durch Werbekostenzuschüsse, die bezogen auf die abverkaufte Menge gigantisch sind, in den Getränkeshops festkleben würden, wären sie vielerorts gar nicht mehr gelistet.