Dienstag, Januar 25, 2005

Warum ein Fast-Food-Restaurant aufgesucht wird.

Das Marktforschungsunternehmen ACNielsen hat einige Ergebnisse einer weltweiten Studie über die Auswahlkriterien für den Besuch von Fast-Food-Restaurants und die Besuchshäufigkeit vorgestellt: "Nur noch 14 Prozent der Deutschen verweigern sich Fast-Food-Ketten" (via the drink tank).

Die entscheidenden Vorteile von Fast-Food-Restaurants sind demnach
  • die bequem zu erreichende Lage,
  • die für eine richtige Mahlzeit fehlende Zeit und
  • das vernünftige Preis-Leistungs-Verhältnis.
Daß für die befragten Deutschen Sonderangebote und Promotions mehr noch als in anderen Ländern entscheidendes Kriterium sei, führe ich auf den späten Wegfall des Rabattgesetzes hin und eine vergleichsweise noch geringe Verbreitung von Verkaufsförderungsaktivitäten in der eher konservativen deutschen Individualgastronomie. Für Einzelgastronomen ist zudem der relative Aufwand für solche Aktionen größer als für Ketten, die betriebsübergreifende Aktionen organisieren können.

Daß der Anteil der Befragten, die niemals in Fast-Food-Restaurants essen, in den USA mit 3% viel niediger ist als in Deutschland (mit 14%) ist meines Erachtens zum einen auf den (noch) geringeren Marktanteil der Fast-Food-Ketten zurückzuführen, überwiegend jedoch darauf, daß es in den USA weniger Betriebskantinen gibt. Vielleicht hat aber auch ein Teil der Befragten tradtionelle Schnellverpflegungskonzepte wie belegte Brötchen bei Bäckern, Bratwurststände, Döner-Anbieter usw. möglicherweise nicht als "Fast-Food" angesehen werden, sondern dieser Begriff eher auf amerikanische Konzepte angewandt wird. Dazu müsste man sich aber die Untersuchung en détail anschauen.

Hinweise auf andere Studien über die Gästezufriedenheit in anderen Teilbranchen des Gastgewerbes finden Sie in unserem Beitrag "Kunden- bzw. Gästezufriedenheit in der Gastronomie".