Dienstag, Februar 15, 2005

INTERNORGA-Ehrenpreis 2005 geht an Albert Darboven.

Der Hamburger Kaufmann Albert Darboven (68) wird mit dem diesjährigen INTERNORGA-Ehrenpreis ausgezeichnet. Die Laudatio auf den Preisträger hält der ehemalige Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Henning Voscherau, auf der Eröffnungsfeier der 79. Internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, am 3. März 2005 im Curio-Haus. Die INTERNORGA, Europas führende Fachmesse für den modernen Außer-Haus-Markt, öffnet ihre Tore vom 4. bis 9. März auf dem Hamburger Messegelände.

Albert Darboven verkörpert die besten Traditionen Hamburger Kaufmannschaft und ist als Geschäftsführender Gesellschafter des traditionsreichen Kaffeehandelshauses J. J. Darboven nicht nur ein herausragender Repräsentant seiner Branche sondern auch Botschafter des guten Geschmacks im umfassenden Sinne. Darüber hinaus zählt das Unternehmen zu den INTERNORGA-Ausstellern der ersten Stunde. Seit der ersten Auflage der Fachmesse 1921, damals noch unter dem Namen "Hotel- und Gastwirts-Messe Hamburg", ist das Haus J. J. Darboven auf der INTERNORGA präsent.

Seine kaufmännische Ausbildung absolvierte Albert Darboven in den Jahren 1953 bis 1956 bei der Hamburger Kaffee-Dynastie Rothfos. Auch bei den sich anschließenden Auslandsaufenthalten in El Salvador, Costa Rica, Nicaragua und England lernte er die Branche von der Pike auf kennen. Darboven weiß aus eigenem Erleben, wie es auf einer mittelamerikanischen Kaffeeplantage zugeht, und wie man sich als Schauermann im Hafen mit einem 90-Kilogramm schweren Kaffeesack auf dem Rücken fühlt.

Das Unternehmen, die heutige J. J. Darboven GmbH & Co. KG, geht bis auf das Jahr 1866 zurück, als Darbovens Urgroßvater Johann Joachim als Erster die Idee realisierte, bereits gerösteten Kaffee in Tüten zu verpacken und per Versand an viele Haushalte zu verschicken. Bis dahin war der Kaffeegenuss in deutschen Haushalten ein für heutige Verhältnisse ziemlich mühsamer Genuss gewesen: Üblicherweise musste die Hausfrau die Bohnen noch in der Pfanne auf dem heimischen Herd rösten.

1915 entstand dann das Markenzeichen "Idee" mit dem eingängigen Slogan "Aus Freude am Leben". Ende der Zwanziger Jahre kam noch das Element "magenfreundlich" hinzu: Prof. Karl Lendrich entwickelte damals im Auftrag der Firma Darboven ein neuartiges Herstellungsverfahren. Wieder eine Innovation aus dem Hause Darboven, die der Hausfrau aber auch der Gastronomie zugute kam.

Heute umfasst Darboven viel mehr als "Idee"-Kaffee, das weiterhin bekannteste Produkt des Hauses. Auch die aktuellen Trends der Kaffeebranche wurden und werden vom Hause Darboven aufgegriffen und ? nicht zuletzt auf der INTERNORGA ? erfolgreich bei Gastronomie und Verbraucher kommuniziert. Rund 1.000 Mitarbeiter erwirtschaften in der Gruppe einen Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro. Nicht nur in Deutschland ist das Haus Darboven eine feste Größe. Zunehmend werden auch Marktpositionen im Ausland erobert, wovon elf Tochterunternehmen in sechs Ländern zeugen. Dagegen hat die Familie bis heute alle Begehrlichkeiten internationaler Konzerne nach dem Hamburger Traditionshaus abgewehrt. Mit Albert Darboven hält die vierte Generation das Steuer fest in der Hand des Familienunternehmens. Und mit Sohn Arthur E. Darboven steht die nächste Generation bereit, diese Tradition fortzusetzen.

So stehen das Unternehmen und sein Chef heute für gute hanseatische Traditionen ebenso wie für Innovation und Kreativität. Noch heute schließt Albert Darboven Verträge per Handschlag. Er ist Motor und erster Repräsentant seines Hauses, wie man immer wieder auch durch originelle Fernsehwerbung erfährt. Er engagiert sich gesellschaftlich und sozial ? ob in der Heimat beispielsweise durch die Auslobung des Förderpreises für junge Unternehmerinnen oder in der Entwicklungshilfe, etwa bei dem Projekt "Partner für Wasser" der Welthungerhilfe, bei dem Kindergärten und Vorschulen in Lateinamerika mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.

Der INTERNORGA-Ehrenpreis wurde erstmals 1983 verliehen. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich so bekannte Persönlichkeiten wie Helmut Fahrnschon (1989 ? Geschäftsführer CMA), Dr. Klaus Asche (1993 ? Präses der Handelskammer Hamburg), Helmut O. Maucher (1996 ? Präsident Nestlé AG), Dr. Michael Dietzsch (1997 ? Bitburger Brauerei, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes), Dr. Manfred Stach (1998 ? Vors. der Geschäftsführung Deutsche Unilever) und Dr. Erich Kaub (2002 ? langjähriger DEHOGA-Präsident).

Die INTERNORGA 2005, 79. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, ist vom 4. bis 9. März täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Rund 900 Aussteller aus 20 Ländern präsentieren Neuheiten, Trends und Komplettlösungen für den modernen Außer-Haus-Markt. Eintritt für Fachbesucher: 21 Euro (Zweitageskarte 32 Euro), Fachschüler: 9 Euro. Der Katalog kostet 15 Euro. (Quelle: Pressemitteilung der Hamburg Messe und Kongress GmbH).