Montag, Februar 21, 2005

Melitta Cup 2005: Gewinner-Trio steht fest.

Die Jury hat entschieden: Nach einer spannenden praktischen Endrunde konnten sich Heiko Antoniewicz, Thomas Brunk und Johannes Goll beim neuen Wettbewerb "Kochen mit Kaffee" behaupten. Der Verband der Köche Deutschlands hatte gemeinsam mit Melitta SystemService und seiner Verbandszeitschrift KÜCHE zum Finale eingeladen.

Sechs kreative Finalmenüs, sechs festlich gedeckte Tische und 36 zufriedene Gäste: Mit einem gelungenen Abend endete am 18. Februar 2005 im Erfurter Gastro Berufsbildungwerk das spannende Finale des neuen Wettbewerbs "Kochen mit Kaffee", den der Verband der Köche Deutschlands (VKD) gemeinsam mit Melitta SystemService und seiner Fachzeitschrift KÜCHE erstmals ausgeschrieben hatte. In der bestens ausgestatteten Lehrküche waren die sechs Finalisten, mit tatkräftiger Unterstützung durch ErGaB-Schüler, aufgefordert, ihre eingereichten Menüs für jeweils sechs Gäste (zuzüglich Jury- und Foto-Teller) in die Praxis umzusetzen. Unter den kritischen Augen der Fachjury aus Klaus-Wilfried Meyer, Siegfried Schaber, Martin Öxle und Marian Schneider hatten die Finalteilnehmer dafür insgesamt vier Stunden Zeit -vom frühen Nachmittag bis zum Servicebeginn um 18 Uhr herrschte höchste Konzentration in den geräumigen "Kochkojen".

"Ein denkbar knappes Ergebnis", so Jury-Vorsitzender Klaus-Wilfried Meyer, führte zu dem abschließenden Urteil der Fachjuroren, die sich von den kreativen Leistungen der Finalisten beeindruckt zeigten.
"Es ist eine wirkliche Herausforderung, die Zutat Kaffee mit Fingerspitzengefühl und Kreativität insbesondere in einem Fisch- oder Fleischgang einzusetzen"
fasste Klaus-Wilfried Meyer zusammen. Diejenigen, die diese Aufgabe in der praktischen Endrunde am überzeugendsten lösen konnten, sind Heiko Antoniewicz (Babenhausen), Thomas Brunk (Finsterwalde) und Johannes Goll (Ortenberg). Damit behaupteten sie sich vor den weiteren starken Finalisten Sören Billhardt (Eisenach), Jens Woitzik (Großostheim) sowie Christian Zimmermann (Zirndorf) und gewinnen jeweils einen von drei wertvollen Reisegutscheinen. "Alle, die hier im Finale stehen, sind Gewinner", betonte Michael Müller, Leiter Werbung bei Melitta SystemService, in dessen Büro vor anderthalb Jahren die Idee für diesen Wettbewerb entstanden war. VKD-Präsident Reinhold Metz freute sich über die tolle Resonanz und die Tatsache, dass "ein so wertvolles, altes Produkt wie Kaffee mit diesem Wettbewerb eine besondere Anerkennung in der Küche findet". Insgesamt hatten sich mehr als 30 Köchinnen und Köche aus Europa beim Wettbewerb um den Melitta Cup beworben; die sechs besten konnten sich für die Finalrunde qualifizieren.

"Vollkommen überrascht und glücklich" war Johannes Goll, der zurzeit als Demi-chef de partie im Restaurant Dieter Müller arbeitet und im Hauptgang seines Wettbewerbsmenüs Rücken vom Eifelreh im Moccabiskuit präsentierte. Mit einem Platz unter den ersten Drei hatte der 23-Jährige nicht gerechnet: "Ich weiß noch gar nicht, wen ich auf meine Siegerreise mitnehmen soll", so der glückliche Top 3-Gewinner nach der Bekanntgabe.

Gut acht Jahre älter und um einige Wettbewerbserfahrung reicher ist Thomas Brunk vom Nachschubbataillon Zeithain, der sich u.a. mit Lammrücken in der Kruste, mit Tandoori und Kaffee gewürzt, unter die besten Drei kochte. Der 32-Jährige, der die Deutsche Nationalmannschaft der Militärköche bei der Olympiade der Köche 2004 als Teamkapitän zum Olympiasieg geführt hatte, war bestens vorbereitet und hatte im Vorfeld bereits mehrfach sein Finalmenü "durchgekocht".

Als Ältester in der Runde war Heiko Antoniewicz (39), Küchendirektor bei Kofler und Company, in Erfurt angetreten. Sein Menü zeichnete sich durch die diversen verschiedenen Kaffeesorten aus, u.a. der seltene Feigenkaffee für das Eis im Dessert. Die gute Platzierung dürfte auch seine Lebensgefährtin sehr gefreut haben. Heiko Antoniewicz: "Jetzt geht es zum Heiraten an den Ort, für den ich hier einen Gutschein gewonnen habe. Auf diese besondere Reise freuen wir uns schon heute."

Dass der Abend des praktischen Finales in Erfurt sowohl für alle Akteure in der Küche als auch für die Gäste und Gastgeber rundum positiv und entspannt verlief, dazu hatten nicht zuletzt die engagierten Lehrkräfte, Schüler und Helfer des Erfurter Gastro Berufsbildungwerk beigetragen. Unter der professionellen Leitung von Joachim Köhler sowie seinen Sous-chefs in der Lehrküche und von Frau Kallenberg mit ihrer freundlichen und motivierten "schwarzen Brigade" klappte in Küche und Restaurant alles reibungslos.

Welcher der drei besten Finalisten schlussendlich welchen wertvollen Preis entgegen nehmen und auf die Malediven, nach Mexiko oder in eine europäische Hauptstadt reisen darf, bleibt spannend. Am Abend des 8. März 2005 werden die Platzierungen im Rahmen einer Preisverleihung bekannt gegeben - stilecht und stimmungsvoll in der Kaffeebörse in der Hamburger Speicherstadt. (Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands, Foto: Verband der Köche Deutschlands).