Sonntag, Februar 13, 2005

Offene Stellen nicht dem Arbeitsamt melden.

Die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe bzw. deren einheitliche Betreuung von einer Stelle aus, ist Ziel der Hartz IV-Reform gewesen. Doch statt die Kommunen damit zu beauftragen, wie es das Land Hessen gefordert hatte, wurde ein fauler Kompromiss geschlossen. Jetzt fängt das alte Spiel wieder an, die Kommunen schicken Arbeitslose zur Bundesagentur für Arbeit und umgekehrt, weil keiner auf den Kosten sitzen bleiben will: Anstieg der Arbeitslosenzahlen nur ein Bluff?", in: Zdf heute.de vom 12. Februar 2005. "In Berlin seien so auch tausende Drogenabhängige und Obdachlose in die Arbeitslosenstatistik gelangt."

Für Gastronomen, die Mitarbeiter suchen, ergibt sich daraus ein weiterer Grund, offene Stellen nicht dem Arbeitsamt zu melden, es sei denn, man möchte sich mit Obdachlosen und Drogenabhängigen als Bewerbern herumschlagen. Eine Meldepflicht bezüglich neu zu besetzender Arbeitsplätze gegenüber dem Arbeitsamt gibt es glücklicherweise nur für die öffentlichen Arbeitgeber des Bundesbereichs.