Montag, März 14, 2005

Zeitliche Begrenzung von Gutscheinen.

In einem Kommentar zu einem früheren Eintrag "Gueltigkeit von Geschenkgutscheinen" wurde die interessante Frage gestellt:
" ob es überhaupt rechtens ist, Geschenkgutscheine per Gültig-Bis Datum einzuschränken".
Auf der Website des Informationsdienstes Urbs-Media wird auf die in der Tat komplizierte Rechtslage ausführlich eingegangen: "Wie lange können Geschenkgutscheine eingelöst werden?" vom 5. Januar 2004.

Meines Erachtens kann es dennoch ausnahmsweise gute Gründe geben, die Gültigkeitsdauer zu begrenzen:
  • Bei angepachteten gastronomischen Objekten möchte man den Pachtnachfolger nicht damit belästigen, daß Gutscheine des Vorpächters eingereicht werden. Man könnte, wenn absehbar ist, daß der Pachtvertrag in weniger als drei Jahren ausläuft, Gutscheine numerieren, bei der Ausgabe und beim Rückfluß erfassen und dann mit dem Nachpächter verhandeln, gegen welchen Betrag er bereit ist, diese Gutscheine zu akzeptieren. Damit erspart man sich, daß Gutscheinbesitzer ihren Anspruch auf Erstattung des Gutscheinbetrages gegenüber dem Vorpächter geltend machen.
  • Wenn man Gutscheine ausgeben will, die per se nur für einen begrenzten Zeitraum gültig sein sollen, um z.B. saisonale Schwankungen oder eine umsatzschwache Pre-Opening-Phase besser auszulasten, könnte man Gutscheine ausgeben, die für eine Leistung in einer bestimmten Zeitphase oder für ein bestimmtes Event (z.B. Silvestermenü 2005) gültig sind. Bei solchen Gutscheine, die den Tickets von Veranstaltungen ähnlich sind, gibt es meines Erachtens kein Rückgaberecht, wenn der Gutscheininhaber den Termin verpaßt hat.