Montag, April 04, 2005

Anuga mag Blogger nicht leiden.

Gerade wollte ich mich zur Internationalen Ernährungsmesse Anuga 2005 in Köln anmelden. In den Presseakkreditierungs-Richtlinien der Koelnmesse GmbH muß ich aber lesen:
"Mitglieder von Internetredaktionen werden aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung nur gegen Vorlage eines anerkannten Presseausweises akkreditiert. Ausnahme sind Internetredaktionen, die nachweislich zu Vollredaktionen oder Verlagen gehören."
Dazu könnte ich vieles sagen, begnüge mich aber mit dem Hinweis, daß die Gründung eines Verlages ein Kinderspiel ist. Ein Gewerbeanmelde-Formular ausfüllen zu können und ein paar Euro für die Gebühr einer Gewerbeanmeldung übrig zu haben, ist wohl kein hinreichendes Kriterium, um den Zugang zu einem Pressezentrum und eventuell einem naheliegenden Parkplatz zu regulieren.

Da können die Kölner von ihren Nürnberger Kollegen bzw. Konkurrenten noch einiges lernen: "Messeakkreditierung von Bloggern".

Wenn man sich ernsthaft mit der Qualitätsproblematik von Blogs (wie auch von andern Formen von Websites) auseinandersetzen möchte, sollte man sich die Diskussionsbeiträge dazu anschauen vonDer 20. Weinsalon macht sogar vor, daß es sinnvoll sein kann, Blogger nicht auszugrenzen, sondern im Gegenteil einzuladen: "Weinbloggen". Zugegeben, dahinter steckt Mario Scheuermann. Der ist Journalist, Blogger und nicht bescheuert.