Samstag, April 02, 2005

Kundenkarten der ganz besonderen Art.

Die Fachstelle für Tabakprävention in Freiburg (Schweiz) verteilt sogenannte "Kundenkarten", mit denen Druck auf Gastronomen ausgeübt werden soll, in ihren Gaststätten das Rauchen zu verbieten. Die "Kunden" haben dabei nur die Wahl zwischen zwei Alternativen:
  • "Sehr geehrte Wirtin, sehr geehrter Wirt. Ihr Lokal spricht mich an und ich schätze es, ohne Belästigung durch Tabakrauch hier verweilen zu können."
  • "Sehr geehrte Wirtin, sehr geehrter Wirt. Ich komme gerne wieder, sobald ich hier keinen Tabakrauch mehr einatmen muss."
Damit sollen Betriebe, die Maßnahmen zur Raucheinschränkung ergriffen haben, bestärkt oder aber diejenigen, welche noch nichts unternommen haben, aufzufordert werden, darüber nachzudenken. Siehe dazu: "Mit Kundenkarte die Meinung sagen", in: Freiburger vom 2. April 2005.

Irgendwie erinnert mich das an die Wahlen zur Volkskammer der DDR (die Wahl von 1990 ausgenommen). Da konnte man auch nur die Guten wählen.

Für die Schweizer Kollegen kann ich nur hoffen, daß diese "Kunden" auch was konsumieren und bezahlen, bevor sie die Karten abgeben.