Donnerstag, April 21, 2005

Online-Workshop osCommerce.

Was haben die Landesvollzugsanstalt Nordrhein-Westfalen und die Klosterbrauerei Neuzelle gemeinsam?

Beide verwenden die Open Source Software osCommerce für ihre Online-Shops. André Dokmanov führt Sie Schritt für Schritt durch Vorbereitung, Einrichtung und Ausbau eines Online-Shops auf der Basis dieser kostenlosen Software und zwar in Form eines Online-Workshops der Akademie.de: "Online-Shop mit osCommerce". Start: 24.8.2005, Dauer: 3 Wochen, Teilnahmegebühr 245,- / 195,- ? (für akademie.de-Mitglieder).

Mit einer Programmerweiterung kann man auch ein Partnerprogramm betreiben. So macht es zumindest die Klosterbrauerei Neuzelle. Ob diese Erweiterung aber Teil des oben genannten Workshops ist, weiß ich nicht, frage aber mal nach... Nachtrag vom 24. April 2005: "die Partner-Programm Erweiterunng gehört nicht zum Umfang des Workshops, es wird die grundlegende Installation und Einrichtung erklärt, diverse Module finden Erläuterung wie etwa Easy Populate, jedoch nicht das Partner-Programm." (Auskunft von Akademie.de)

Was könnte man als Gastronom alles online vertreiben?
  • Werbemittel (z.B. T-Shirts wie die Hard Rock Cafés)
  • selbst hergestellte Waren (z.B. die legendäre Sacher-Torte)
  • Souvenirs wie das Panorama-Restaurant Loreley ("Geschenkboutique"),
  • Fachbücher für die Gastronomie oder gar eigene Kochbücher,
  • Kunstdrucke, etwa von Werken, die man im eigenen Haus auch ausstellt oder zur Dekoration verwendet,
  • Musik-CDs etwa von Künstlern, die im eigenen Objekt aufreten oder auch CD's, die zum Objekt passen. So könnte ein Restaurant mit russische Köche Musik aus Russland vorstellen und vertreiben.
  • Steaks,
  • Gewürze, Saucen, Marinaden usw.
  • Weine wie der BASK Weinkeller, ein Teil der Bayer Gastronomie.
  • T-Shirts, Sweat-Shirts, Polo-Shirts, Basketball-Kappen usw. wie das Harris Ranch Inn and Restaurant in Kalifornien. Man kann dafür aber auch eine ASP-Lösung einsetzen wir Spreadshirt.de, bei der man die Software, den Service und die Logistik eines Partnerprogrammes nutzt.
  • Geschenkgutscheine
Vor der Entscheidung, ob man einen eigenen Shop aufsetzt, sollte man sich fragen, ob man mit einer ASP-Lösung, einem Partnerprogramm (bei der man Provisisionen erzielt und die logistische Abwicklung dieser Partner übernimmt) oder der Nutzung eines Online-Marktplatzes wie eBay oder Amazon nicht besser fährt.

Ein eigener Online-Shop lohnt sich eher
  • wenn die Kommissionierung nicht aufwendig ist,
  • der Umsatz pro Lieferung hoch ist,
  • die Handelsspanne groß ist (über 25%)
  • der Betreiber erfahren ist bei der Kommissionierung und bei manueller Kommissionierung steigende Skalenerträge hat, z.B. wenn parallel auch per Katalog oder im stationären Geschäft verkauft wird.
  • der Verkäufer Verkaufserfahrung hat, z.B. im Versandhandel oder beim Betreiben eines stationären Handelsgeschäfts.
  • kein intensiver Preiswettbewerb zu befürchten hat,
  • vermutlich wenig Rücklieferungen zu befürchten sind,
  • Man in der Lage ist, für den eigenen Online-Shop ausreichend zu werben oder die Website des gastgewerblichen Betriebes ausreichend Besucher hat.
In der Praxis (ausserhalb der Gastronomie) werden meist Kombinationslösungen eingesetzt, also ein eigener Online-Shop und eine "Filiale" z.B. bei eBay, in der Hoffnung Erstkontakte und -kunden des Shops bei eBay auf den eigenen Online-Shop ziehen zu können. Per eBay erreicht man zwar mehr Interessenten, aber die Transaktionskosten sind dort hoch. Man versucht deshalb im eBay-Shop mit den Interessenten und Kunden ins Gespräch zu kommen und sie zu bewegen, auch den eigenen Online-Shop zu besuchen.

Siehe dazu meinen Beitrag "Haben reine Online-Shops im Wettbewerb mit Mehr-Kanal-Vertriebssystemen überhaupt eine Chance?".